Mit Frühstartrente und Altersvorsorgedepot sichern sich künftig immer mehr Deutsche mit Aktien für das Alter ab. Warum das gut ist.
Es tut sich was in Deutschland. Die staatlich geförderte Altersvorsorge mit Aktien steht in den Startlöchern. Die Frühstartrente für Kinder und das Altersvorsorgedepot für die Erwachsenen sind gute und wichtige Impulse, um unsere Rente zukunftssicher zu machen. Damit gibt der Staat der breiten Bevölkerung den finanziellen Rückenwind, sich eine Altersvorsorge am Kapitalmarkt aufzubauen. Zum 1. Januar 2027 geht es los. Und Sie sollten dabei sein!
Die Frühstartrente ist ein geplantes staatliches Startkapital für die Altersvorsorge von Kindern. Der Staat zahlt für jedes förderberechtigte Kind ab sechs Jahren monatlich zehn Euro in ein Altersvorsorgedepot ein, und zwar bis zur Volljährigkeit. Gestartet werden soll leider aber erst einmal nur mit dem Geburtsjahrgang 2020.
Das Geld wird am Kapitalmarkt angelegt, entweder in einem von den Eltern gewählten Depot oder automatisch in einer von der Bundesbank verwalteten Anlage. Eltern und Dritte können zuzahlen, und die Auszahlung ist frühestens zum Renteneintritt möglich. Schade natürlich, dass es erst mal nur mit den dann Sechsjährigen losgeht, aber nun gut.
Auch die Summe könnte etwas üppiger sein, aber es ist immerhin ein Anfang. Und da wir davon ausgehen können, dass die Aktienkurse langfristig steigen, wächst das kleine Vermögen des Nachwuchses über die Jahre zu einem mittleren.
Altersvorsorgedepot fördert Sparleistung
Das Altersvorsorgedepot ist das Herzstück der neuen staatlich geförderten privaten Altersvorsorge. Es löst die unbeliebte Riester-Rente ab und startet am 1. Januar 2027. Sparer legen ihr Geld direkt in Fonds und ETFs an, es gibt keine Beitragsgarantie, und der Staat gibt Zulagen und Steuervorteile dazu.
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Die Förderung richtet sich nicht mehr nach dem Einkommen, sondern nach der Sparleistung. Es gibt 50 Cent pro eingezahltem Euro bis zu einem Eigenbeitrag von 360 Euro im Jahr, zwischen 360,01 und 1.800 Euro weitere 25 Cent je Euro. In der Spitze macht das 540 Euro Grundzulage pro Jahr, erreicht bei 1.800 Euro Eigenbeitrag, also 150 Euro im Monat. Hinzu kommen Kinderzulagen. Und dann natürlich die Kursgewinne, mit denen wir langfristig an den Kapitalmärkten rechnen dürfen. Neu ist außerdem, dass auch Selbstständige die Förderung nutzen können. Und das freut mich als Freiberuflerin besonders!
Ärgerliche Versteuerung der Aktiengewinne
Persönlich sorge ich schon seit vielen Jahren mit Aktien für das Alter vor. Für mich ergibt das sehr viel Sinn, denn bei breiter Risikostreuung und einem langen Anlagehorizont bieten Aktien Renditen von durchschnittlich acht Prozent im Jahr. Allerdings habe ich nie verstanden, warum diese Form der Altersvorsorge nicht staatlich gefördert wird.












