Feuer am Obersalzberg
Hitlers Teehaus in Flammen – Verdächtiger gefasst
Aktualisiert am 24.10.2026 – 08:58 UhrLesedauer: 2 Min.
Am Obersalzberg bei Berchtesgaden ist in der Nacht auf Samstag ein Großbrand ausgebrochen. Rund 200 Einsatzkräfte kämpften gegen die Flammen in Hitlers ehemaligem Teehaus.
Das Kehlsteinhaus bei Berchtesgaden ist in der Nacht auf Samstag vollständig in Brand geraten. Das historische Gebäude, das einst als „Teehaus“ für repräsentative Anlässe Adolf Hitlers errichtet wurde, brannte lichterloh – eine verdächtige Person wurde noch in der Nacht festgenommen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache übernommen.
Im Video | Hitlers Teehaus abgebrannt
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Ein Rauchmelder des Kehlsteinhauses schlug gegen 21.50 Uhr an. Als die alarmierten Feuerwehren auf dem Weg zum Einsatzort waren, sahen sie bereits hoch aufschlagende Flammen. Vor Ort stellten sie den Vollbrand des Gebäudes fest. Verletzte gab es keine, das Haus war zum Zeitpunkt des Brandes nicht besetzt.
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1.834 Meter Höhe machen Löscharbeiten schwer
Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig. Das Gebäude liegt auf 1.834 Metern Höhe, was sowohl die Anfahrt als auch den Einsatz erschwerte. Polizeisprecherin Lisa Maier erklärte: „Man kann nur mit schwerem Atemschutz in das Gebäude hinein.“ Rund 200 Rettungs- und Einsatzkräfte waren im Einsatz, um den Brand in dem denkmalgeschützten Gebäude unter Kontrolle zu bringen.

Kurz nach Ausbruch des Feuers geriet eine Person ins Visier der Ermittler und wurde vorläufig festgenommen. Ob sie mit dem Brand in Verbindung steht, war zunächst Gegenstand der laufenden Untersuchungen. Die „Bild“-Zeitung berichtete, es bestehe der Verdacht auf Brandstiftung. Den Beamten auf dem Weg zum Einsatzort sei ein Motorradfahrer entgegengekommen, der später festgenommen worden sei.
Führersperrgebiet Obersalzberg: „Eagle’s Nest“ für Adolf Hitler
Das Kehlsteinhaus wurde 1937/38 erbaut und war Teil des sogenannten Führersperrgebietes Obersalzberg. Es sollte Adolf Hitler als Repräsentationsgebäude dienen. International bekannt wurde es als „Eagle’s Nest“. Den Zweiten Weltkrieg überstand das Gebäude ohne Schäden. Seit 1952 wird es als Gaststätte genutzt; eine Ausstellung erinnert an die Geschichte des Hauses.










