Bis zu 120 Kilometer pro Stunde
Sturm erreicht Orkanstärke – hier gilt Warnstufe Rot
25.10.2026 – 09:06 UhrLesedauer: 2 Min.
Orkanböen an der Küste, Dauerregen im Bergland, Gewitter im Norden – der zweite Sturm innerhalb weniger Tage zieht über Deutschland. Für einige Regionen gibt der DWD die höchste Warnstufe aus.
Ein Sturmtief zieht am Sonntag dicht an Schottland vorbei in Richtung Südnorwegen – und seine Ausläufer treffen Deutschland. An der Nordseeküste und in höheren Berglagen drohen Orkanböen mit bis zu 120 Kilometern pro Stunde, in den Staulagen des Schwarzwaldes können binnen 24 Stunden bis zu 80 Liter Regen pro Quadratmeter fallen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat entsprechende Warnungen herausgegeben. Sie gelten zunächst für rund 350 von 401 Kreisen und kreisfreien Städte in Deutschland (Stand 8.50 Uhr). In elf Kreisen gilt die höchste Warnstufe.
Bereits am frühen Morgen fegen an der Nordsee und in Berglagen Böen mit bis zu 120 Kilometern pro Stunde. Auf dem Brocken im Harz erreicht der Wind noch größere Geschwindigkeiten. Auch an der Ostseeküste sind Sturmböen zwischen 70 und 85 Kilometer pro Stunde möglich. Im Flachland und in mittleren Lagen weht ein kräftiger Wind mit Böen bis 70 Kilometern pro Stunde.
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Im weiteren Tagesverlauf legt der Wind nach einer kurzen Abschwächung erneut an Stärke zu – und dreht dabei auf Südwest bis West. An der Nordsee und in höheren Lagen sind dann erneut schwere Sturmböen bis hin zu Orkanböen zwischen 100 und 120 Kilometern pro Stunde möglich. Vielerorts sind stürmische Böen bis 70 Kilometern pro Stunde zu erwarten, einzelne Sturmböen bis 85 Kilometer pro Stunde sind nicht ausgeschlossen.
Amtlichen Unwetterwarnungen des DWD in Deutschland
Parallel zum Sturm bringt das Tief ergiebigen Dauerregen in die westlichen, zentralen und südlichen Mittelgebirge sowie ins Allgäu. Seit Samstagabend fallen dort 30 bis 50 Liter pro Quadratmeter – und das teilweise innerhalb von nur zwölf Stunden. In Staulagen des Schwarzwaldes können es lokal bis zu 80 Liter in 24 Stunden werden.
Der DWD stuft das Wettergeschehen in Lagen über 800 Metern als Unwetter ein: Dort werden zwischen 40 und 60 Liter pro Quadratmeter erwartet, in Staulagen bis zu 80 Liter. Betroffen sind vorwiegend die Regionen um Freudenstadt und Freiburg. Die amtlichen Unwetterwarnungen gelten zunächst bis Sonntagabend um 18 Uhr. In exponierten Lagen muss zudem mit schweren Sturmböen um 90 Kilometer pro Stunde gerechnet werden.

Die höchste Warnstufe gilt am Sonntag für die Kreise und Städte Breisgau-Hochschwarzwald, Freiburg, Calw, Emmendingen, Freudenstadt, Lörrach, Rastatt, Waldshut, Ortenaukreis, Schwarzwald-Baar-Kreis, Baden-Baden sowie Kreis Harz in Sachsen-Anhalt.










