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Home » VW-Chef Blume fordert EU-Regeln gegen China-Konkurrenz
Wirtschaft

VW-Chef Blume fordert EU-Regeln gegen China-Konkurrenz

By zeit-heute.deJuni 3, 20263 Mins Read
VW-Chef Blume fordert EU-Regeln gegen China-Konkurrenz
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Produktionsstart in Spanien

VW-Chef Blume fordert EU-Regeln gegen China-Konkurrenz

03.06.2026 – 23:25 UhrLesedauer: 2 Min.

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VW-Chef Oliver Blume will die Konkurrenz aus China eindämmen. (Archivbild) (Quelle: Hannes P. Albert/dpa/dpa-bilder)

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VW-Chef Oliver Blume fordert strengere Regeln für ausländische Autobauer in Europa. Anlass seien Hybridautos aus China, die auf den Markt drängen.

Volkswagen-Chef Oliver Blume hat beim Start der Serienproduktion des elektrischen ID.Polo im spanischen Martorell strengere europäische Regeln für ausländische Autobauer gefordert, die in Europa aktiv sind. Er wandte sich dabei gegen Protektionismus, plädierte aber für eine konsequente europäische Interessenpolitik.

Blume sagte: „Ich denke, wir sollten eher über eine europäische Interessenpolitik reden, wie sie in anderen Regionen der Welt auch verfolgt wird.“ Wer in Europa Geschäfte machen wolle, solle auch hier investieren – zunächst über Montagewerke, später über Entwicklungsleistungen und den Bau von Komponenten. „Am Ende ist es wichtig, ein einheitliches Spielfeld zu bekommen.“

Keine Strafzölle auf Hybridautos aus China

Als konkreten Anlass nannte Blume die Lage bei Hybridautos. Zwar hat die EU Strafzölle auf Elektroautos aus China verhängt, Hybridfahrzeuge sind davon aber ausgenommen. Blume sagte, diese würden in China zu deutlich niedrigeren Kosten entwickelt und gebaut; träten sie gegen europäische Fahrzeuge an, gehe das nicht gut.

Der Bernstein-Analyst Stephen Reitman bezeichnete den Produktionsstart als großen Schritt nach vorne für Volkswagen, verband das aber mit Kritik: „Dass das Auto erst jetzt produziert wird, zeigt, wie lange es dauert, bis Volkswagen ein Fahrzeug auf die Straße bringt. Vor allem, wenn man es mit dem Tempo der chinesischen Hersteller vergleicht.“

VW: Marktanteil von 27 Prozent

Nach Einschätzung des Branchenexperten Constantin Gall von der Unternehmensberatung EY profitierten von der jüngsten Entwicklung vor allem ausländische Autobauer. Als Grund nannte er, dass diese im niedrigeren Preissegment mehr zu bieten hätten.

Volkswagen verweist zugleich auf den eigenen Stand bei Elektroautos in Europa. Blume sagte, der Konzern komme konzernweit auf einen Marktanteil von 27 Prozent. Das reiche aber noch nicht aus, um von Strafzahlungen wegen der CO2-Flottengrenzwerte der EU verschont zu bleiben.

Der ID.Polo läuft seit Mittwoch in Martorell vom Band, gemeinsam mit einem Schwestermodell von Cupra. Bestellt werden kann das Auto seit Ende April, die Einstiegsvariante zum Preis von rund 25.000 Euro ist zunächst aber noch nicht verfügbar.

VW-Konzernchef Oliver Blume (2.v.r), Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez (M.), Seat- und Cuprachef Markus Haupt (l) und VW-Markenchef Thomas Schäfer (r) bei dem Festakt zum Produktionsstart des IDPolo.Vergrößern des Bildes
VW-Konzernchef Oliver Blume (2.v.r), Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez (M.), Seat- und Cuprachef Markus Haupt (l) und VW-Markenchef Thomas Schäfer (r) bei dem Festakt zum Produktionsstart des IDPolo. (Quelle: Jan-Uwe Ronneburger)

Fertigung in Spanien

Für das Projekt hat Volkswagen nach eigenen Angaben die Kräfte der drei Volumenmarken Volkswagen, Seat/Cupra und Skoda gebündelt. Vier Kleinwagen sollen daraus hervorgehen: neben dem ID.Polo der Cupra Raval, der etwas größere VW ID.Cross sowie das Skoda-SUV Epiq. Die Federführung liegt bei Seat/Cupra, gebaut werden alle Modelle in Spanien. Schäfer zufolge spart der Konzern durch die Bündelung insgesamt 600 Millionen Euro.

Volkswagen sieht zudem Rückenwind im Marktumfeld. Hohe Spritpreise infolge des Iran-Kriegs sowie staatliche Förderung in Deutschland und anderen europäischen Ländern hätten den Absatz von Elektroautos zuletzt angekurbelt. In Deutschland sei inzwischen rund jeder vierte verkaufte Neuwagen ein Elektroauto, in der EU insgesamt liege der Anteil bei rund einem Fünftel. Analyst Daniel Schwarz vom Bankhaus Metzler zufolge dürfte es durch den Einsatz von Eisenphosphat-Batterien in der Einstiegsvariante gelingen, das Fahrzeug einigermaßen profitabel zu verkaufen.

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