Gilt seit heute
Tankrabatt: Erste Konsequenzen zeichnen sich ab
Aktualisiert am 01.10.2026 – 16:16 UhrLesedauer: 3 Min.
Seit Mitternacht gilt die neue Steuersenkung auf Benzin und Diesel. Der Tankrabatt zeigt erste Wirkung. Doch ob es dabei bleibt, ist offen.
Der Tankrabatt hat für schnell sinkende Preise und rege besuchte Tankstellen gesorgt. Schon um Mitternacht sind die Preise schlagartig gesunken. Bis zum Vormittag stieg der Preisunterschied im Vergleich zu den jeweils gleichen Zeitpunkten des Mittwochs weiter an: Teils lag er nur etwas unter 16,7 Cent, was der Höhe des Steuerrabatts entspräche.
Das lockte offenbar viele Autofahrer an die Zapfsäulen – kurz vor dem üblichen Preissprung zur Mittagszeit waren Tankstellen oft gut besucht. An außergewöhnlich günstigen Tankstellen bildeten sich sogar Schlangen.
Rund um Mitternacht hatten die bundesweiten Durchschnittspreise abrupt um 11 bis 12 Cent nachgegeben, wie sich aus Daten des Spritpreisportals „Tankerkönig“ ablesen lässt. Im weiteren Tagesverlauf bis kurz nach Mittag lag der Preis noch etwas deutlicher unter den Vortageswerten zum jeweils gleichen Zeitpunkt.
Vielerorts wurde Superbenzin der günstigeren Sorte E10 am Morgen und Vormittag für weniger als 2 Euro angeboten, wie aus der Spritpreis-App des ADAC hervorging. Hier gab es allerdings regionale Unterschiede: In München, Stuttgart oder Leipzig gab es sehr viele solche Angebote. In Berlin waren es zahlreiche, in Hamburg und Köln gab es dagegen nur wenige bis kaum solche Angebote. Für den zuletzt deutlich teureren Diesel-Kraftstoff blieben die Preise in der Regel aber klar über 2 Euro.
Großer Mittagssprung, aber günstiger als am Mittwoch
Bis 11.45 Uhr – typischerweise ist Kraftstoff kurz vor dem Mittagssprung am günstigsten – sank der Preis für E10 laut ADAC auf 2,052 Euro pro Liter, für Diesel auf 2,197 Euro. Um 12 Uhr fiel der Preissprung deutlich aus und sorgte dafür, dass es zumindest vorübergehend praktisch keine Angebote unter 2 Euro pro Liter gab.
Dennoch lag der Spritpreis sehr viel niedriger als zum gleichen Zeitpunkt am Mittwoch. „Durchschnittlich zahlen Verbraucher heute um 12.15 Uhr je nach Kraftstoffart zwischen 14 und 15 Cent weniger als gestern“, hieß es vom ADAC. Trotz eines leicht sinkenden Ölpreises sei in dieser Entwicklung „die Senkung der Energiesteuer zumindest weitgehend abgebildet: Diese wird aktuell zu einem großen Teil an Verbraucher weitergegeben.“ Zugleich forderte der Verkehrsclub die Mineralölkonzerne auf, zeitnah die volle Energiesteuersenkung weiterzugeben.
16,7 Cent pro Liter Steuerrabatt
Seit Mitternacht gilt für Benzin und Diesel, die Tanklager und Raffinerien verlassen, ein Steuernachlass von 16,7 Cent pro Liter. Wie vollständig dies an die Verbraucher weitergegeben wird, wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Es gibt keine direkte Verpflichtung der Tankstellen, die Preise zu senken. Zudem sind Berechnungen dazu komplex. Der ADAC mahnte allerdings, dass die „Preissenkungen nicht durch spätere Erhöhungen wieder einkassiert werden“ dürften.
Die Preise waren bereits am Dienstag und Mittwoch gesunken. Am Mittwoch hatte ein Liter E10 im bundesweiten Tagesdurchschnitt laut ADAC 2,242 Euro gekostet – das waren 3,4 Cent weniger als am Montag, ein Liter Diesel hatte mit 2,390 Euro zu Buche geschlagen und war damit 3,5 Cent billiger als am Montag.
Schon beim vorigen Tankrabatt war umstritten, inwieweit er vollständig weitergegeben wurde. Auch damals hatte sich aber bereits mitten in der Nacht ein deutlicher Rückgang gezeigt. Forscher des Ifo-Instituts haben bereits angekündigt, dass sie die Weitergabe – wie schon beim ersten Tankrabatt – genau analysieren wollen.










