Neue Hinweise nach spektakulärem Diebstahl
Polizei sucht Goldschatz mit Spezialhunden
Aktualisiert am 04.05.2026 – 13:08 UhrLesedauer: 2 Min.
Fast vier Jahre nach dem spektakulären Diebstahl des sogenannten Keltenschatzes aus einem bayerischen Museum gibt es neue Hoffnung. Die Polizei vermutet drei Kilo Gold in Mecklenburg-Vorpommern.
Die Polizei sucht auf einem Grundstück in Mecklenburg-Vorpommern mit zahlreichen Kräften nach dem 2022 im bayerischen Manching gestohlenen Goldschatz. Wie die Beamten am Montag mitteilten, sind unter anderem Kunstfahnder des bayerischen Landeskriminalamts im Einsatz. Unterstützt werden sie von der Tatortgruppe des Bundeskriminalamtes, dem LKA Mecklenburg-Vorpommern, einem Banknotenspürhund und vier speziellen Goldspürhunden des Nationalmuseums Budapest.
Der sogenannte Keltenschatz war im November 2022 aus dem Kelten Römer Museum in Manching gestohlen worden. Die Täter hatten erst in einem Telekom-Verteilerhaus mehrere Glasfaserkabel durchtrennt, woraufhin in 13.000 Haushalten über mehrere Stunden die Internet- und Telefonanbindungen ausfielen. Dann hebelten sie im Museum zwei verriegelte Türen sowie eine Bodenvitrine auf und entwendeten den größten im 20. Jahrhundert bei Grabungen gefundenen keltischen Goldfund.
Vier Verdächtige wurden festgenommen und im Juli 2025 am Landgericht Ingolstadt teils zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Doch bis auf einen kleinen Teil der gestohlenen Goldmünzen blieb der Schatz bislang verschwunden. Die Verdächtigen schwiegen im Prozess zu der Frage, wo das Gold versteckt sein könnte.
Am Montagmorgen begann die neue Suche auf dem Grundstück des zu elf Jahren Haft verurteilten mutmaßlichen Haupttäters und dessen Lebensgefährtin. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, der Mann befindet sich nach wie vor in Untersuchungshaft.
Sein Wohnanwesen befindet sich in der Nähe von Schwerin. Die Beamten hoffen, dort insgesamt 411 Goldmünzen mit einem Gewicht von drei Kilogramm und einen Goldgusskuchen zu finden. Außerdem vermuten sie, dass der Verdächtige größere Mengen an Bargeld aus vorangegangenen Diebstählen professionell auf dem Grundstück versteckt hat.
„In akribischer Kleinstarbeit und unter Zuhilfenahme modernster Röntgen- und Radartechnik wird das gesamte Wohnanwesen durchsucht“, teilte die Polizei am Montag mit. Unter anderem werde jedes einzelne Zimmer vermessen und mit den originalen Bauplänen abgeglichen, um gegebenenfalls doppelte Wände festzustellen. Zudem wird jedes einzelne Möbelstück vollständig auf Versteckmöglichkeiten untersucht. „Die Bodenplatte des Einfamilienhauses und das gesamte Grundstück werden derzeit mit einem Bodenradar gescannt“, heißt es in der Mitteilung der Polizei.










