Bodensee mit massivem Problem
Alarm an Deutschlands größtem See
Aktualisiert am 28.05.2026 – 12:11 UhrLesedauer: 2 Min.
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Schiffe bleiben am Ufer, Wasservögel paaren sich nicht, Badende stöhnen: Dem Bodensee fehlt derzeit so viel Wasser wie seit Jahren nicht. Bis zu einem historischen Tiefststand ist es nicht mehr weit.
Das Wasser im größten See Deutschlands steht derzeit so niedrig wie selten um diese Jahreszeit: Schiffe der Bodensee-Schiffsbetriebe müssen neu planen, Badende müssen weiter bis ins tiefere Wasser laufen und Vogelkundler machen sich Sorgen um mehrere Arten, weil deren Brutplätze auf dem Trockenen liegen.
Derzeit liegt der Wasserstand am Pegel Konstanz bei etwa 305 Zentimetern – 66 Zentimeter unter dem langjährigen Mittel für diesen Tag. Zuletzt wurde ein solcher Stand laut Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) vor 15 Jahren gemessen.

Eine Grafik aus Österreich verdeutlicht die historische Dimension des aktuellen Niedrigwassers. An der Bodenseemessstation Bregenz ist der derzeitige Messwert nicht weit vom absoluten Tiefpunkt Ende Mai entfernt. Geht es so weiter, könnte bald ein Rekord fallen, der sich auf eine Zeitspanne seit 1864 bezieht.
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Bodensee: Badende habe es weit, Schiffe haben Probleme
Die Folgen sind beträchtlich: Am Konstanzer Hörnle, einem großen Strandbad, liegt ein Steg trocken, der normalerweise unter Wasser in den See führt. Bis zu 50 Meter weit müsse man laufen, um wenigstens bis zum Bauchnabel im Wasser zu stehen, zitierte der SWR diese Woche eine Besucherin.

Die Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein (URh) schränkt wegen des niedrigen Rheinpegels den Schiffsverkehr ein. Das private Schiffsunternehmen Frey Meersburger Bootsbetriebe erklärte laut SWR, es habe seine Anlegestelle auf der Insel Mainau wegen des Niedrigwassers verlegen müssen. Tret- und Ruderboote können wegen der Verschlammung im Hafen nicht fahren. Segel- und Yachthäfen sind teils zu weniger als einem Drittel ausgelastet.
Wenig Schnee, kaum Regen
Probleme bereitet das Niedrigwasser auch Wasservögeln wie Blässhühnern und Haubentauchern. Normalerweise brüten sie in Bereichen, die jetzt häufig trocken liegen. Die Folge: Die Tiere verzichten derzeit auf die Paarung. Laut SWR könnte dies dazu führen, dass etwa Haubentaucher dieses Jahr vielleicht nur auf eine Brut statt zwei kommen.











