Konzept für Billigairlines
Tische im Flugzeug könnten bald Geld kosten
08.05.2026 – 12:43 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein deutscher Sitzhersteller hat ein neues Konzept für Flugzeugsitze entwickelt. Dabei könnte der klassische Klapptisch bald der Vergangenheit angehören.
Bei Billigfliegern sind die Flüge meistens sehr günstig. Dafür kosten jegliche Extras Geld, beispielsweise das aufzugebende Gepäck oder inzwischen teilweise sogar größere Handgepäckstücke wie Trolleys, die früher im Preis inbegriffen waren.
Und künftig könnten sogar noch weitere Kosten hinzukommen. Denn wenn es nach dem deutschen Sitzhersteller Recaro geht, soll der Klapptisch auf der Rückseite des Sitzes vor einem Passagier als fest verbautes Bauteil verschwinden. Das berichtet das Branchenblatt „Aerotelegraph“. Das Konzept des Herstellers sieht so aus: Statt des Tisches befindet sich auf der Rückseite ein waagerechter Schlitz, in den diverse Elemente eingeschoben werden können, etwa ein Handy- oder Getränkehalter – oder eben ein Tisch.
Recaro hat den neuen Sitz jüngst auf der Kabinenmesse AIX in Hamburg vorgestellt. Die sogenannte Plugin-Table-Solution soll den Vorteil haben, besonders leicht zu sein, da sie im 3D-Drucker entsteht. Dadurch lassen sich Treibstoff und somit Geld und Emissionen einsparen. In Zeiten, in denen Kerosin besonders knapp und teuer ist, ist das für einige Airlines möglicherweise ein schlagendes Argument.
Dem „Aerotelegraph“ sagte André Frischknecht, Manager bei Recaro, die Überlegung sei, die Einschiebe-Elemente im Voraus buchen zu können. Passagiere von Billigairlines könnten sich entscheiden, ob und welches Element sie möchten und dieses ihrer Buchung gegen einen Aufpreis hinzufügen. Allerdings dürften diese nicht während des Starts und der Landung, sondern nur während des Reiseflugs genutzt werden, wie Frischknecht erklärt. Wer einen 3D-Drucker besitzt, könnte die Elemente sogar selbst drucken und mitbringen, so der Manager.
Ob und wann Billigfluggesellschaften diese neue Lösung in ihr Angebot aufnehmen, ist allerdings unklar. Laut „Aerotelegraph“ ist es bereits die dritte Version des Konzepts. Zuvor sei kein Abnehmer gefunden worden. „Die Airlines haben noch Respekt davor, den Tisch wegzulassen“, so Recaro-Manager Frischknecht.












