Großalarm in Sinzig
Spezialkräfte beenden Geiselnahme – Täter sind weg
Aktualisiert am 08.05.2026 – 15:30 UhrLesedauer: 2 Min.
Stundenlang bangt Sinzig um in einer Bank eingeschlossene Geiseln. Dann stürmen Polizisten das Gebäude – und machen eine überraschende Entdeckung.
Mehr als fünf Stunden nach Beginn der Geiselnahme in einer Volksbank in Sinzig haben Spezialkräfte der Polizei die Bank gestürmt. „Hierbei konnten zwei Personen unverletzt aus einem verschlossenen Raum befreit werden“, teilten die Beamten mit. Von dem oder den Tätern fehle derzeit jede Spur. Mutmaßlich hätten diese „unmittelbar nach Einschließen der Personen in den Tresorraum auf bislang nicht bekanntem Weg“ den Tatort verlassen.
Kontakt zu dem oder den Tätern habe nicht bestanden. Sie seien vermutlich nicht mehr in der Nähe der Bank. Die Fahndung nach dem oder den Unbekannten läuft. Eine Täterbeschreibung gibt es noch nicht.
Im Video | Großeinsatz der Polizei nach einer Geiselnahme in Sinzig
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Die Polizei stellte klar, dass „der Schutz möglicher Opfer mit Beginn der Lage oberste Priorität“ hatte. Ein Polizeisprecher vor Ort erklärte, die in der Bank aufgefundenen Personen würden nun versorgt und befragt. Zur möglichen Beute machte der Sprecher zunächst keine Angaben.
Der Großeinsatz der Spezialkräfte hatte gegen 9 Uhr am Freitagmorgen begonnen, nachdem den Beamten eine Geiselnahme in der zentral in der Innenstadt gelegenen Volksbankfiliale gemeldet worden war.
Die Polizei hatte nach Beginn der Großlage mitgeteilt, es sei von „mehreren Tätern und Geiseln“ auszugehen, die sich noch in der Bank befinden. „Bei einer Geisel handelt es sich um den Fahrer eines Geldtransporters.“ Kunden waren nicht unter den Geiseln. Zur Anzahl der Täter machten die Ermittler zunächst keine Angaben.
Die Ermittler hatten die Sinziger Innenstadt großräumig abgeriegelt und bat Anwohner, in ihren Wohnungen zu bleiben. Informationen wurden aus taktischen Gründen kaum nach außen gegeben. Notfallseelsorger waren vor Ort, eine Rettungsstation wurde vorsorglich aufgebaut.
Ein Augenzeuge sagte t-online, am Morgen seien mehrere Polizeiautos „angerast“ gekommen. Die Wege hoch in die Innenstadt seien abgeriegelt worden, die Straßen seien derzeit voller Einsatzwagen und Spezialkräfte. Ein Helikopter kreise in der Luft. Angst habe er vor Ort aber nicht wahrgenommen. Menschen nahe den Absperrungen seien weggeschickt worden, berichtete er.











