AfD-Führung in Mecklenburg-Vorpommern
Neue Umfrage lässt SPD und andere Parteien hoffen
Aktualisiert am 09.07.2026 – 14:45 UhrLesedauer: 2 Min.
Vor der Landtagswahl im September in Mecklenburg-Vorpommern liegt die AfD in einer Umfrage weiter vorn. Doch die politischen Gewichte verschieben sich.
Zweieinhalb Monate vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern liegt die AfD einer Umfrage zufolge in der Wählergunst weiter klar vorn. Die am Donnerstag veröffentlichte Erhebung des Instituts Infratest dimap für den NDR sieht die Partei wie bei einer vorangegangenen Umfrage vom Mai bei 36 Prozent. Doch kann die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig überraschend zwei Punkte hinzugewinnen und liegt nun bei 29 Prozent.
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Die mit der SPD regierende Linke verliert einen Punkt und kommt auf zwölf Prozent. Auch die oppositionelle CDU büßt einen Punkt ein und erreicht neun Prozent. Einen Punkt auf fünf Prozent können die Grünen zulegen, die damit den Wiedereinzug in den Schweriner Landtag knapp schaffen würden. Die FDP würde mit weniger als drei Prozent ausscheiden. Auch das BSW, das einen Punkt verliert, würde mit vier Prozent den Einzug verpassen.
Mehrheit der AfD rechnerisch möglich
Schwesigs rot-rote Koalition hätte der Umfrage zufolge keine Mehrheit mehr. Sollten die Grünen den Sprung über die Fünfprozenthürde schaffen, wäre aber knapp ein rot-rot-grünes Bündnis möglich. Abseits der AfD reicht es für andere Koalitionen nicht, weil die CDU auch Bündnisse mit der Linkspartei ausschließt. Befragt wurden vom Donnerstag vergangener Woche bis Montag 1.167 Wahlberechtigte in Mecklenburg-Vorpommern.
Die Landtagswahl findet am 20. September zeitgleich mit der Abgeordnetenhauswahl in Berlin statt. Zuvor wählt am 6. September Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag.
Im Kreis der Länder-Innenminister werden bereits Möglichkeiten erörtert, wie im Fall einer Machtbeteiligung der AfD gemeinsame Strukturen gegen Eingriffe der in Teilen rechtsextremen Partei gesichert werden können. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) deutete zudem einen veränderten Umgang mit Geheim-Informationen an. „Die Nähe zu Putin ist nicht zu übersehen“, so Pistorius.
Die Wahl vom September 2021 hatte in Mecklenburg-Vorpommern die SPD mit 39,6 Prozent vor der AfD mit 16,7 Prozent gewonnen, der CDU mit 13,3 Prozent und der Linken mit 9,9 Prozent. Auch die Grünen und die FDP zogen mit 6,3 Prozent beziehungsweise 5,8 Prozent in den Landtag ein.











