110 Mitarbeiter betroffen
Druckdienstleister aus dem Westerwald meldet Insolvenz an
02.05.2026 – 16:29 UhrLesedauer: 1 Min.
Der Betrieb bei MSP Druck und Medien läuft trotz Insolvenz weiter. 110 Beschäftigte an zwei Standorten sollen gehalten werden.
Das Unternehmen MSP Druck und Medien ist insolvent. Rund 110 Beschäftigte an zwei Standorten sind betroffen – der Betrieb läuft aber weiter, wie der „Pleiteticker“ berichtet.
Das Unternehmen aus Mudersbach im Westwald führt einen zweiten Standort in Elz. Kunden stammten aus dem In- und Ausland, darunter Hotelketten und Kreditkartenunternehmen. Die Auftragslage sei derzeit gut, heißt es. Mehrere Kunden und Lieferanten hätten bereits ihre Bereitschaft signalisiert, die Zusammenarbeit fortzusetzen.
Als vorläufigen Insolvenzverwalter hat das Amtsgericht Betzdorf Alexander Jüchser von der Kanzlei Lieser Rechtsanwälte eingesetzt. Er sieht Spielraum für eine dauerhafte Sanierung: Stabile Abläufe, eine gesunde Auftragssituation und qualifizierte Mitarbeiter bildeten eine tragfähige Basis, so Jüchser. Gemeinsam mit der Geschäftsführung solle eine langfristige Perspektive erarbeitet werden.
Die Belegschaft wurde frühzeitig eingebunden: An beiden Standorten informierten Geschäftsführung und Insolvenzverwalter die Mitarbeiter in Versammlungen über die Lage und die nächsten Schritte. Die Gehälter sind über das Insolvenzgeld für die Monate Mai bis Juli gesichert, danach übernehme das Unternehmen die Zahlungen wieder selbst. Geschäftsführer Markus Stricker zeigte sich zuversichtlich: Das Unternehmen verfüge über eine solide Marktposition und ein funktionierendes operatives Geschäft, das als Grundlage für eine Neuaufstellung dienen solle.










