Diese Schwerhörigkeit bildet sich nach einem Anfall zumindest anfangs wieder zurück. Schreitet die Menière-Krankheit weiter fort, kann sich jedoch eine bleibende Hörminderung einstellen. In schweren Fällen entwickelt sich auch ein vollständiger Hörverlust.

Menière-Anfälle: Wie oft und wie stark treten sie auf?

Wie oft Menschen mit Menière-Krankheit Anfälle erleiden, kann sehr unterschiedlich sein. Während bei manchen Betroffenen Monate oder sogar Jahre zwischen den einzelnen Schüben liegen, treten die Anfälle bei anderen bereits nach Tagen oder Wochen wieder auf.

Typischerweise treten bei einem Schub kurz nach einem Menière-Anfall noch weitere Attacken auf. Danach folgt meist eine längere Zeitspanne, in der sich gar keine oder nur wenige Symptome zeigen.

Die Stärke der Beschwerden fällt bei den Betroffenen zudem oft sehr verschieden aus. Manche Menschen mit Menière-Krankheit erleben beispielsweise nur gelegentlich einen Anfall mit leichtem Drehschwindel und wenig Höreinbußen, haben dafür aber vermehrt mit Ohrgeräuschen und dadurch bedingten Schlafproblemen zu kämpfen. In anderen Fällen treten die Menière-Attacken wiederum häufig und mit starkem Drehschwindel auf, während Symptome wie Druck im Ohr, Ohrgeräusche und Hörminderung nur schwach ausfallen.

Wichtig zu wissen

Emotionaler Stress gilt als möglicher Auslöser von Menière-Anfällen und verschlimmert unter Umständen auch die Symptome während eines Anfalls.

Schwindel außerhalb von Menière-Anfällen

Besteht die Menière-Krankheit bereits länger, stellen sich häufig auch außerhalb der Anfälle Schwindelgefühle ein. Meist handelt es sich dann jedoch nicht um Drehschwindel, sondern um einen Schwankschwindel. Betroffene haben dabei den Eindruck, der Boden würde sich unter ihnen bewegen. Oft geht der Schwankschwindel mit Angst einher. Häufig setzt diese Art von Schwindel ein, wenn Betroffene in ähnliche Situationen geraten, in denen sie bereits früher Anfälle erlebt haben.

Im Unterschied zum Drehschwindel während eines Menière-Anfalls liegt die Ursache des Schwankschwindels jedoch nicht im Innenohr. Vielmehr handelt es sich hierbei eigentlich um einen sogenannten reaktiven psychogenen Schwindel. Dieser entsteht in der Regel aus der Angst vor einem kommenden Menière-Anfall. Denn nicht zu wissen, wann, wo und in welcher Stärke er auftreten wird, empfinden viele Betroffene als belastend.

Morbus Menière: Symptome im Krankheitsverlauf

Im Laufe der Zeit schreitet die Menière-Krankheit bei vielen Betroffenen fort und führt dazu, dass die Symptome zunehmen. Über kurz oder lang können diese zum Teil außerhalb der Anfälle bestehen bleiben.

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