Mehr als 1.100 Beschäftigte betroffen
Mercedes verkauft seine Berliner Autohäuser an Briten
13.05.2026 – 05:57 UhrLesedauer: 1 Min.
Mercedes-Benz trennt sich von sieben Autohäusern in Berlin und Brandenburg – mehr als 1.100 Menschen sind betroffen. Was mit ihren Jobs passiert, ist noch offen.
Mercedes-Benz trennt sich von seinen Autohäusern in der Hauptstadtregion: Die konzerneigene Niederlassung Berlin-Brandenburg wird von der britischen Global Auto Holdings (GAHL) übernommen. Das teilte der Stuttgarter Dax-Konzern am Dienstagabend auf Anfrage mit, zuerst hatte die „Bild“-Zeitung berichtet.
Betroffen sind fünf Autohäuser in Berlin und zwei in Brandenburg. In der Niederlassung arbeiten den Angaben zufolge mehr als 1.100 Menschen. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Freigabe und soll bis Ende des Jahres vollzogen werden. GAHL führe bereits seit Jahren Mercedes-Betriebe in Großbritannien und in den USA, so der Autohersteller.
Pläne seit 2024 bekannt
Dass Mercedes seine bundesweiten Autohäuser veräußern will, ist nicht neu. Bereits 2024 hatte der Konzern angekündigt, rund 80 Betriebe mit etwa 8.000 Beschäftigten in Deutschland abgeben zu wollen. Nach Protesten der Belegschaft einigte sich Mercedes im Sommer 2024 mit dem Gesamtbetriebsrat auf wesentliche Eckpunkte für mögliche Betriebsübergänge.
Seitdem hat der Autobauer den Verkauf Schritt für Schritt vorangetrieben. Mitte 2024 wurde mit Neu-Ulm die erste Niederlassung abgegeben, danach folgten Koblenz, Mainz, Dortmund und Lübeck. Anfang dieses Jahres wurden zudem Verträge zum Verkauf der Standorte in Aachen, Kassel, Würzburg, Wuppertal, Reutlingen und Hannover unterzeichnet. Mit Berlin-Brandenburg setzt Mercedes diesen Kurs nun in der Hauptstadtregion fort.











