Wie umfangreich und belastend die OP ist, beeinflusst auch die Dauer des Krankenhausaufenthalts. Bei alleiniger Brustamputation können die Betroffenen normalerweise nach wenigen Tagen wieder nach Hause. Wer beispielsweise beide Brüste entfernt bekommt oder sich einer Mastektomie mit Sofortrekonstruktion der Brust unterzieht, muss möglicherweise einen Tag länger im Krankenhaus bleiben.

Schon zwei Wochen nach einer Brustamputation verspüren die meisten Betroffenen keine Schmerzen mehr. Die Wundheilung nach einer Mastektomie dauert allerdings etwas länger: Im Schnitt ist die OP-Wunde nach rund sieben Wochen vollständig abgeheilt. Ein sofortiger Wiederaufbau der Brust mit einem Implantat verzögert die Heilung dabei kaum.

Hingegen kann eine Brustrekonstruktion mit Eigengewebe direkt im Anschluss an die Mastektomie die Heilungsdauer verlängern. Hinzu kommt, dass die Betroffenen neben der Wunde im Brustbereich eine weitere Wunde an der Stelle haben, von der das Gewebe für die neue Brust stammt. Handelt es sich dabei um Muskelgewebe, kann das zudem die Muskulatur an der Entnahmestelle schwächen und somit die Beweglichkeit vorübergehend einschränken.

Mastektomie: Mögliche Risiken und Folgen

Die Mastektomie ist wie jede Operation mit gewissen Risiken verbunden. So verspüren viele Betroffene nach einer Brustamputation Schmerzen im Bereich der OP-Wunde. Daneben können direkt nach dem Eingriff folgende Komplikationen auftreten:

  • Nachblutungen und Blutergüsse
  • Ansammlung von Wundflüssigkeit
  • Wundinfektionen
  • Probleme bei der Wundheilung
  • Spannungsgefühl in der Haut
  • Blutgerinnsel

Verletzte Muskeln, Nerven oder Blutgefäße infolge einer Mastektomie kommen hingegen seltener vor. Das Risiko für Verletzungen und dadurch bedingte langfristigere Probleme ist allerdings umso höher, je umfangreicher der Eingriff ist. Das betrifft vor allem die Anzahl der entfernten Lymphknoten im Achselbereich.

Denn beim Entfernen von Lymphknoten durchtrennt die Operateurin oder der Operateur auch Lymphbahnen. Die mögliche Folge: Lymphflüssigkeit fließt schlechter aus dem Gewebe ab und staut sich dauerhaft an, sodass der Arm anschwillt. Dieses sogenannte Lymphödem kann sich bis in die Hand oder in die Brustwand ausdehnen.

Werden bei einer Mastektomie mit Lymphknotenentfernung Nerven verletzt, kann dies außerdem das Gefühl oder die Beweglichkeit im betroffenen Bereich einschränken. Typische Folgen einer solchen Nervenverletzung sind ein vorübergehendes oder dauerhaftes Taubheitsgefühl in der Schulter und im Oberarm (besonders unter dem Arm) sowie Bewegungsstörungen oder Kraftlosigkeit im Arm.

Doch auch ohne Verletzungen kann eine Mastektomie körperliche Folgen haben. Für Frauen im gebärfähigen Alter bedeutet eine Brustamputation beispielsweise, dass sie nur noch mit einer Brust stillen können. Überdies kann es – je nach Körperproportionen – durch einseitige Belastung der Wirbelsäule zu Haltungsschäden, Schulterschmerzen und/oder Rückenschmerzen kommen.

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