JU-Chef bei „Maischberger“
„Das wäre das völlig falsche Signal“
Aktualisiert am 25.03.2026 – 08:49 UhrLesedauer: 3 Min.
JU-Chef Johannes Winkel fordert umfassende Reformen statt Mehrwertsteuererhöhung. „Das wäre das völlig falsche Signal“, warnte er bei „Maischberger“ auch den Kanzler.
Bei der Mehrwertsteuer droht der nächste große Machtkampf innerhalb der CDU. „Ich bin nicht dafür und es wird auch nicht so kommen“, sagte der Bundesvorsitzende der Jungen Union, Johannes Winkel (CDU), am Dienstagabend bei „Maischberger“ über eine mögliche Erhöhung der Abgabe. In dieser schwierigen Lage für die Wirtschaft könnten nicht einfach Steuern erhöht werden. „Das wäre das völlig falsche Signal“, stellte er klar – und schien mehrmals Warnsignale in Richtung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zu senden.
Die Regierungsparteien hätten sich auf eine umfassende Reform verständigt, erinnerte Winkel. Er hoffe auf einen großen Wurf, vergleichbar mit der Agenda 2010. „Das ist jetzt eine sehr, sehr große Erwartungshaltung, die wir in der Union insgesamt haben“, betonte der streitbare JU-Chef. Kurz darauf präzisierte er: Es handele sich dabei um die Erwartungshaltung an die Bundesregierung aus der Fraktion und von den Wählern.
Ob sich Merz auf eine Erhöhung der Mehrwertsteuer einlassen wird oder nicht, wollte Winkel bei „Maischberger“ nicht mutmaßen. Er aber werde alles für echte, wirksame Reformen tun, sagte der Bundestagsabgeordnete. Er wolle darauf nicht länger warten. Das Hauptargument, Reformen nicht früher zu beschließen, seien die Landtagswahlen gewesen, sagte Winkel: „Jetzt sind die Landtagswahlen ja vorbei – und deswegen kann ja jetzt der Reform-Lockdown und die Inhalts-Quarantäne aufhören.“
„Im Westen“, warf Katrin Göring-Eckardt (Bündnis 90/Die Grünen) ein und verwies auf die noch anstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern im September. Die ehemalige Bundestagsvizepräsidentin forderte angesichts der gestiegenen Spritpreise eine einmalige staatliche Unterstützung. Dies sei besonders wichtig für Menschen auf dem Land, die aufs Pendeln angewiesen seien.
Die Ex-Fraktionsvorsitzende der Grünen wandte sich bei „Maischberger“ gegen Winkels Forderung, das Rentenniveau angesichts des demografischen Wandels langsamer steigen zu lassen. Das würde insbesondere Ostdeutsche mit kleinen Renten und keinen weiteren Rücklagen fürs Alter treffen. „Da unten muss Stabilität sein“, sagte sie. „Also nur auf Kosten der jungen Generation“, widersprach der JU-Vorsitzende.












