480 Beschäftigte betroffen
Nach 40 Jahren: Bäckereikette beantragt Insolvenz
Aktualisiert am 25.10.2026 – 13:49 UhrLesedauer: 1 Min.
Erst vor wenigen Monaten zog sich der Gründer aus der Geschäftsführung zurück. Nun steckt die traditionsreiche Bäckereikette Moos in finanziellen Schwierigkeiten und muss um ihre Zukunft kämpfen.
Die Bäckerei Moos aus dem hessischen Aßlar hat ein Sanierungsverfahren unter einem sogenannten Schutzschirm beantragt. Das Amtsgericht Wetzlar hat dem Antrag stattgegeben, wie das Regionalportal „mittelhessen.de“ unter Berufung auf ein Schreiben an die Beschäftigten berichtet. Das Unternehmen betreibt 59 Filialen und beschäftigt rund 480 Menschen.
Die Bäckerei ist nach Angaben ihres Sprechers noch nicht zahlungsunfähig. Das Verfahren soll es ermöglichen, den Betrieb unter eigener Leitung zu sanieren. Produktion und Verkauf laufen vorerst wie gewohnt weiter.
- 300 Jobs: Autozulieferer für Mercedes-Benz meldet Insolvenz in Eigenregie an
- Milliardär im Dönerladen: Mitarbeiter staunt über Trinkgeld
Steigende Kosten belasten Bäckerei
Als Grund für die finanziellen Schwierigkeiten nennt das Unternehmen vor allem die gestiegenen Rohstoff- und Energiepreise. Diese ließen sich nicht mehr vollständig an die Kunden weitergeben, sagte Unternehmenssprecher Holger Voskuhl der „Bild“.
Die Gehälter der Beschäftigten sollen für Oktober bis Dezember über das Insolvenzgeld abgesichert werden. Das reguläre Insolvenzverfahren soll voraussichtlich im Januar 2027 eröffnet werden. Welche Einschnitte die geplante Sanierung mit sich bringen könnte, ist noch offen.
Die Bäckerei wurde 1986 von Hartmut Moos gegründet. Erst im April dieses Jahres hatte sich der Firmengründer aus der Geschäftsführung zurückgezogen. Seit 2018 gehört das Unternehmen zudem zum Portfolio der Beteiligungsgesellschaft Hannover Finanz.










