Wie ein Deckel
Heat Dome aus Afrika kommt nach Europa
Aktualisiert am 25.05.2026 – 15:54 UhrLesedauer: 3 Min.

Die erste große Hitzewelle des Jahres trifft Europa ungewöhnlich früh. Spanien schwitzt bei fast 40 Grad – und selbst Großbritannien erlebt Rekordtemperaturen. Dahinter steckt ein Wetterphänomen mit gefährlichen Folgen.
Deutschland erlebt am Pfingstwochenende Sommerwetter pur – mit Temperaturen bis 34 Grad. Nun steuert Europa auf eine weitere ungewöhnlich frühe Hitzewelle zu – mit Temperaturen, die sonst im Juli oder August erreicht werden. Besonders betroffen sind Spanien, Portugal, Frankreich und Großbritannien. Auf der Iberischen Halbinsel läuft die Hitzewelle bereits seit dem vergangenen Dienstag, in Sevilla wurden knapp 39 Grad gemessen. Regional könnten in den kommenden Tagen sogar 40 Grad erreicht werden.
Auch die Nächte bleiben ungewöhnlich warm. Im Süden Spaniens drohen erste Tropennächte, in denen die Temperaturen nicht unter 20 Grad fallen. Bereits jetzt wurden in mehreren Regionen rekordwarme Mai-Nächte registriert.
Frankreich steuert ebenfalls auf eine außergewöhnliche Hitzewoche zu. Dort zeigt das Thermometer regional bis zu 35 Grad. Die Hitze soll bis zum Monatsende anhalten. Anschließend breitet sich die Hitze weiter aus – unter anderem in Richtung Benelux-Staaten, Großbritannien und Deutschland.
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Mai-Hitzerekord könnte fallen
Selbst Großbritannien erlebt aktuell Temperaturen, die dort für Ende Mai selten sind. In London wurden bereits 32,2 Grad gemessen. Der britische Wetterdienst Met Office warnte die Bevölkerung vor der starken Sonneneinstrahlung. Der Montag könnte der heißeste Feiertag der Geschichte werden. Im Großraum London und im Südosten Englands werden „historische“ Temperaturen von 34 Grad erreicht.
Die Gesundheitsbehörde UKHSA veröffentlichte Hitzewarnungen. Der bisherige Mai-Rekord von 32,8 Grad dürfte nach Einschätzung der Meteorologen gebrochen werden.

Hitzeglocke legt sich über Europa
Auslöser der außergewöhnlichen Temperaturen ist eine sogenannte Hitzeglocke – oder Heat Dome. Dabei legt sich ein stabiles Hochdruckgebiet über große Landesteile und wirkt wie ein Deckel. Kühlere Luftmassen und Regenfronten werden blockiert, während gleichzeitig heiße Luft aus Nordafrika nach West- und Mitteleuropa strömt.










