„Zwei Flügel hängen immer noch oben“
Windrad abgebrannt – Gefahr bleibt
Aktualisiert am 25.05.2026 – 14:20 UhrLesedauer: 2 Min.
Tagelang brennt die Turbine eines Windrades nahe der A7 – bis das Feuer von selbst erlischt. Doch oben hängen noch zwei Flügel – der Gefahrenbereich bleibt gesperrt.
Der Brand eines Windrades an der Autobahn 7 bei Kitzingen ist erloschen. Dennoch warnt die Polizei Schaulustige weiter, zu nah an das Windrad heranzukommen: Es könnten Trümmer herabstürzen, daher bestehe Lebensgefahr. „Das Feuer ist aus. Aber es ist schon so, dass zwei Flügel immer noch oben hängen“, schilderte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Unterfranken. „Wegen der möglichen Trümmer ist der Bereich deshalb immer noch gesperrt.“ Der dritte Flügel sei bereits relativ am Anfang herabgestürzt.
Am Samstagabend war das mehr als 100 Meter hohe Windrad weit oben in Brand geraten. Mehrere Verkehrsteilnehmer hatten eine starke Rauchentwicklung an der Turbine festgestellt. Die örtlichen Feuerwehren entsandten daraufhin ein Großaufgebot. Kurz nach dem Eintreffen der Einsatzkräfte stand die Turbine dann in Flammen.
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Windrad brennt den ganzen Samstag und Sonntag
Allerdings konnte die Feuerwehr das Feuer nicht löschen. Es gebe keine Geräte, die eine Höhe von über 100 Metern haben, um das Feuer von außen zu bekämpfen, erklärte ein Feuerwehrsprecher. Gleichzeitig verbiete es sich, Kräfte im Inneren des Windrades zur Brandbekämpfung einzusetzen. „Das heißt, in diesem Fall bleibt uns nichts anderes übrig, als Abstand zu halten und die Lage zu beobachten.“
Die A7 wurde deshalb am Samstagabend vorübergehend zwischen den Anschlussstellen Kitzingen und Marktbreit für etwa dreieinhalb Stunden gesperrt. Auch am Sonntag konnte das Feuer zunächst nicht gelöscht werden, weil der Propeller abzustürzen drohte. Die Einsatzkräfte sperrten den Bereich deshalb in einem Radius von 300 Metern um das Windrad ab.
Schaulustige riskieren „erhöhte Verletzungs- und Lebensgefahr“
Die Polizei warnte Schaulustige mit eindringlichen Worten. Sie sollten den Absperrbereich nicht betreten – und sich schon gar nicht unter das Windrad begeben. „Aufgrund möglicher weiterer herabstürzender Teile besteht erhöhte Verletzungs- und Lebensgefahr.“
Am Sonntag waren nach Angaben eines Präsidiumssprechers viele Schaulustige zur Brandstelle gekommen. Sie seien teils auch ganz nah an das noch immer brennende Windrad herangegangen und hätten herabgestürzte Teile aufgesammelt.
Am Ende erlosch das Feuer von allein, für Polizei und Feuerwehr ist der Einsatz damit beendet. „Aber es ist immer noch abgesperrt, ein Sicherheitsdienst ist im Einsatz“, schilderte der Polizeisprecher. „Die Betreiberfirma kümmert sich jetzt um die Reparatur.“











