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Home » Lebensmittelriese Nestlé verkauft Hälfte seines Wassergeschäfts
Wirtschaft

Lebensmittelriese Nestlé verkauft Hälfte seines Wassergeschäfts

By zeit-heute.deJuli 23, 20262 Mins Read
Lebensmittelriese Nestlé verkauft Hälfte seines Wassergeschäfts
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Lebensmittelriese

Nestlé verkauft die Hälfte seines Wassergeschäfts

Von dpa, reuters, t-online

Aktualisiert am 23.07.2026 – 15:50 UhrLesedauer: 2 Min.

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Nestlé-Logo: Der Schweizer Konzern bringt Marken wie Perrier und San Pellegrino in ein Gemeinschaftsunternehmen ein. (Quelle: Christoph Hardt/imago-images-bilder)

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Nestlé stellt sein Wassergeschäft mit Marken wie Perrier und San Pellegrino neu auf und holt einen US-Investor an Bord. Zugleich sinkt der Gewinn deutlich.

Der weltgrößte Lebensmittelkonzern Nestlé stellt sein Wassergeschäft neu auf. Der Schweizer Konzern bringt die Sparte mit Marken wie Perrier und San Pellegrino in ein Gemeinschaftsunternehmen mit der US-Beteiligungsgesellschaft Platinum Equity ein. Das neue Unternehmen soll Peranel heißen und seinen Sitz in Paris haben, wie Nestlé am Donnerstag mitteilte.

Beide Partner sollen jeweils 50 Prozent an dem Joint Venture halten. Bewertet wird das Wassergeschäft mit 4,9 Milliarden Euro beziehungsweise 4,5 Milliarden Franken. Durch den Teilverkauf nimmt Nestlé nach eigenen Angaben 2,8 Milliarden Franken ein.

  • Von Maggi bis Wagner Pizza: Diese Marken gehören zu Nestlé
  • Studie: Das sind die wertvollsten Lebensmittelmarken

Die Transaktion kommt nicht überraschend. Nestlé hatte bereits 2024 angekündigt, sich von seinem Wassergeschäft trennen zu wollen. Im vergangenen Jahr wurde die Sparte organisatorisch ausgegliedert, Anfang 2026 bestätigte der Konzern den laufenden Verkaufsprozess. Der Abschluss des Geschäfts steht noch unter dem Vorbehalt von Mitarbeiter-Konsultationen und regulatorischen Genehmigungen. Vollzogen werden soll die Transaktion bis zum ersten Halbjahr 2027.

Skandal um Nestlé-Wasser in Frankreich

Das Wassergeschäft galt bei Nestlé lange als Problemfall. Belastet wurde es unter anderem durch einen Skandal um unzulässige Aufbereitungsmethoden bei Mineralwasser in Frankreich. Im vergangenen Jahr steuerte die Sparte rund 3,5 Milliarden Franken zum Konzernumsatz bei – das waren knapp vier Prozent.

Die Ausgliederung ist Teil des Konzernumbaus unter Nestlé-Chef Philipp Navratil. Der Konzern will sich künftig auf weniger Geschäftsfelder konzentrieren. Auch für Teile des Vitamin- und Nahrungsergänzungsgeschäfts sucht Nestlé einen Käufer.

Nestlé punktet mit Kaffee und Tiernahrung

Gleichzeitig legte Nestlé neue Geschäftszahlen vor. Im ersten Halbjahr 2026 steigerte der Konzern sein organisches Wachstum um 3,6 Prozent. Dabei halfen Preiserhöhungen und höhere Absatzmengen. Wegen negativer Wechselkurseffekte sank der ausgewiesene Umsatz jedoch um 2,5 Prozent auf 43,1 Milliarden Franken, umgerechnet rund 46,4 Milliarden Euro.

Gut liefen vor allem das Geschaft in Schwellenländern sowie die Nachfrage nach Kaffee und Heimtiernahrung. Für das Gesamtjahr erwartet Nestlé nun ein organisches Wachstum von mindestens drei bis vier Prozent. Bislang hatte der Konzern von rund drei bis vier Prozent gesprochen.

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