Pyroshow und „Frozen“-Star
Deutschland hat sich einer einzigartigen Party beraubt
Aktualisiert am 05.07.2026 – 10:52 UhrLesedauer: 4 Min.

In Philadelphia hätte die deutsche Nationalmannschaft ihr WM-Achtelfinale spielen sollen. Doch das DFB-Team schied zuvor aus. Das erweist sich im Nachgang noch einmal als besonders bitter.
Aus Philadelphia berichtet William Laing
Die Spieler auf dem Rasen des Lincoln Financial Field waren weiß Gott nicht zu beneiden. Gnadenlos knallte am Samstagnachmittag die Sonne auf die Köpfe der Akteure der Nationalmannschaften von Paraguay und Frankreich, die bei fast 40 Grad im Glutofen von Philadelphia um den Einzug ins WM-Viertelfinale kämpften. Doch trotz der schweißtreibenden Hitzewand, die das Stadion im US-Bundesstaat Pennsylvania im Griff hielt, dürfte im über 6.000 Kilometer entfernten Deutschland der ein oder andere noch einmal einen beißenden Schmerz verspürt haben, nicht vor Ort dabei sein zu können.
Philadelphia ist im Laufe der Woche zum deutschen Sehnsuchtsort geworden – dem letzten bei dieser Weltmeisterschaft. Hier, in der „Stadt der brüderlichen Liebe“, sollte sich die DFB-Elf auf dem Weg zum anvisierten WM-Titel in der Runde der letzten 16 Teams eigentlich mit Nachbarland Frankreich messen. Doch die deutsche Nationalmannschaft verlor am Montag in Foxborough bei Boston überraschend ihr Sechzehntelfinale gegen Paraguay – und beraubte sich und ihren Fans damit eines womöglich einzigartigen WM-Erlebnisses.
Philadelphia wird zum Zentrum der landesweiten Festivitäten
In den USA wird am 4. Juli traditionell der „Independence Day“ (dt.: Unabhängigkeitstag) zelebriert. Pompös, laut, bunt, amerikanisch. Die Feierlichkeiten stehen 2026 dabei noch einmal unter einem ganz besonderen Stern. Denn die Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung jährt sich zum 250. Mal. Das Dokument wurde 1776 von 56 Delegierten aus den 13 einst britischen Kolonien unterschrieben – in der heutigen Independence Hall von Philadelphia.
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Die Millionenmetropole gilt dementsprechend als Geburtsort der Nation. Als dieser ist sie auch in diesem Jahr wieder das Zentrum der landesweiten Festivitäten. Schon seit zwei Wochen läuft in Philadelphia die historische Geburtstagsparty, unter anderem mit einem Mix aus kostenlosen Konzerten und freien Museumsbesuchen. Am Samstag wurde nun auch das WM-Achtelfinale, bei dem die deutsche Mannschaft liebend gerne dabei gewesen wäre, Teil der opulenten US-Sause.
„Frozen“-Star, Pyro und Fly-over im Stadion
Was sich vor dem Anpfiff zwischen Paraguay und Frankreich in Philadelphia abspielte, war mit dem Unterhaltungsprogramm bei den meisten anderen Spielen dieser Weltmeisterschaft kaum zu vergleichen. Die Einlage auf dem Rasen erinnerte in ihrer Aufwendigkeit fast schon an die drei spektakulär inszenierten Eröffnungsshows bei den Auftaktpartien der Gastgebernationen USA, Kanada und Mexiko. Dort hatten Stars wie Katy Perry oder Shakira das Publikum begeistert.












