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Home » ARD greift auf Trick zurück – Ärger bei Zuschauern
Unterhaltung

ARD greift auf Trick zurück – Ärger bei Zuschauern

By zeit-heute.deMai 3, 20262 Mins Read
ARD greift auf Trick zurück – Ärger bei Zuschauern
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Zahlen sprechen klare Sprache

Ein Trick der ARD und der programmierte Ärger


03.05.2026 – 08:34 UhrLesedauer: 3 Min.

"Tatort": Hamza Kulina (Edin Hasanovic) und Maryam Azadi (Melika Foroutan) ermitteln in Frankfurt.Vergrößern des Bildes

„Tatort“: Hamza Kulina (Edin Hasanović) und Maryam Azadi (Melika Foroutan) ermitteln in Frankfurt. (Quelle: HR/ARD Degeto Film/Sommerhaus/Philipp Sichler)

Nach dem heutigen Sonntagskrimi ist Sendepause. Mehr als vier Monate strahlt die ARD keinen neuen „Tatort“ aus. Die lange Durststrecke irritiert viele Zuschauer.

Wenn jeden Sonntag durchschnittlich mehr als sieben Millionen Menschen ein Format im Fernsehen verfolgen, kann es fraglos als Quotengarant betitelt werden. Der „Tatort“ ist und bleibt das große Aushängeschild im Ersten. Die Zuschauerzahlen bleiben trotz der Krise des linearen Fernsehens konstant auf hohem Niveau. Umso mehr dürfte es die Verantwortlichen schmerzen, dass dieses Jahr eine riesige Lücke im Programmkalender klafft.

Nach dem 3. Mai begeben sich „Tatort“ und „Polizeiruf 110“ in die Sommerpause. Sie kehren erst am 13. September wieder mit neuen Folgen zurück. Eine mehr als viermonatige Sendepause beim Sonntagskrimi: Das hat es in der Form noch nie gegeben. Die historischen Ausmaße bezeichnete die ARD-Programmdirektion als „eine einmalige Ausnahme aus planerischen Gründen“, die „keine generelle Reduzierung“ der Erstausstrahlungen am Sonntagabend bedeute.

Dennoch ruft die Entscheidung den Unmut treuer Krimifans hervor. Wie eine Umfrage beim Meinungsforschungsinstitut Civey im Auftrag von t-online ergab, stört es jeden zweiten „Tatort“-Zuschauer, dass es ab nächster Woche für lange Zeit keine Erstausstrahlungen des ARD-Formats geben wird.

2.500 Fernsehzuschauer, die regelmäßig den Sonntagskrimi einschalten, nahmen an der Umfrage teil. 50 Prozent der Befragten gaben an, diese Programmierung als „sehr störend“ oder „eher störend“ zu empfinden. 35 Prozent sind anderer Meinung und können mit der „Tatort“-Sommerpause offenbar besser leben. Die restlichen 15 Prozent gaben an, keine klare Meinung bei dem Thema zu haben.

Die Fußballweltmeisterschaft der Männer, die vom 11. Juni bis zum 19. Juli 2026 stattfindet, ist nur teilweise verantwortlich für die ungewöhnliche Programmgestaltung des Senders. Erstens hat die ARD gar nicht alle Übertragungsrechte für die WM-Spiele, und zweitens startet die „Tatort“-Sommerpause schon über einen Monat vor Turnierstart. Theoretisch hätten im Ersten also vom 10. Mai bis zum 7. Juni noch fünf neue Krimis ausgestrahlt werden können.

Ein Blick auf die Gesamtzahl der Sonntagskrimis zeigt das Dilemma der ARD: Dieses Jahr herrscht „Tatort“-Dürre im Programm. Insgesamt zeigt der öffentlich-rechtliche Sender nur 36 Erstausstrahlungen seines Prestigeformats und damit vier weniger als im Durchschnitt der Vorjahre. 2025 wurden mit 42 Folgen sogar zwei Krimis mehr als üblich gezeigt, die nun im laufenden Jahr fehlen.

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