Nach Szene im „Fernsehgarten“
Rassismusvorwürfe gegen Andrea Kiewel – ZDF reagiert
13.07.2026 – 12:10 UhrLesedauer: 2 Min.
Andrea Kiewel zieht mit einer rassistischen Äußerung im „Fernsehgarten“ Kritik auf sich. Jetzt teilt das ZDF auf Anfrage von t-online ein Statement dazu.
Das ZDF hat sich zu einer Aussage von Moderatorin Andrea Kiewel in der neuesten Folge des „Fernsehgartens“ vom 12. Juli 2026 geäußert. Was die Gastgeberin der Liveshow während eines Beitrags zum Thema Pokémon-Karten gesagt hatte, war unter anderem auf TikTok vielfach kritisiert worden. Nun entschuldige sie sich dafür.
Konkret erklärte eine Sendersprecherin auf Nachfrage von t-online: „Im ‚ZDF-Fernsehgarten‘ mit dem Motto ’90er Jahre‘ wurde der damals aufkommende ‚Pokémon‘-Trend beleuchtet. Die spontan getätigte Äußerung war der Live-Situation geschuldet und keinesfalls rassistisch gemeint.“
- Rassistische Aussagen im „Fernsehgarten“: Kiewel in der Kritik
Kiewel hatte im „Fernsehgarten“ mit zwei Pokémon-Karten-Sammlerinnen gesprochen. Diese präsentierten der 61-Jährigen unter anderem ein Kartenset mit Pikachu-Karten in unterschiedlichen Sprachen. Andrea Kiewel fasste eine Karte ins Auge: eine japanische. Kiewel bezeichnete diese allerdings als „die chinesische“ und sagte lachend „Ching Chong Chang“ während sie tat, als lese sie die Schriftzeichen vor.
„Andrea Kiewel bedauert ihre Worte und entschuldigt sich dafür“
Vom Sender hieß es dazu weiter: „Andrea Kiewel bedauert ihre Worte und entschuldigt sich dafür. Das ZDF stellt sich explizit gegen jede Form von Rassismus.“ Auf die Frage von t-online, ob der Sender nach dem Vorfall Konsequenzen ziehe, antwortete man nicht. Genauso wenig wie auf die Frage nach möglichen Sensibilisierungs- oder Schulungsmaßnahmen, etwa zum Umgang mit diskriminierenden Stereotypen.
Die Stellungnahme teilte das ZDF unterdessen zeitgleich auch als Kommentar unter dem letzten Instagram-Beitrag auf der Seite des „Fernsehgartens“. Darunter sammelte sich neuerliche Kritik. Auf die Entschuldigung von Andrea Kiewel bezogen hieß es etwa: „Kann sie auch selbst sagen, dann wäre es ‚glaubhafter‘ als ein Statement von einem mehrköpfigen Instagram-Management-Team.“
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Ebenfalls zu lesen: „Frau Kiewel setzt sich regelmäßig mit irgendwelchen Aussagen in den Salat. Völlig egal, ob live oder nicht, sollte man vielleicht kurz denken, bevor man spricht.“ Oder: „Die Schuld jetzt auf die Live-Situation zu schieben, ist ja wohl das Lächerlichste, was ich je gehört hab. Es ist komplett egal, ob es von ihr rassistisch gemeint war oder nicht. Fakt ist, dass es rassistisch war. Genau das ist das Problem, der Alltagsrassismus sitzt bei dieser Frau tief im Unterbewusstsein und ist für sie völlig normal. Sonst würde so etwas niemals jemanden einfach ‚rausrutschen‘.“
Schon zuvor hatte sich etwa der Influencer mr.fujicards auf TikTok zum Geschehenen geäußert. „Was die Moderatorin dort gesagt hat, zeigt mal wieder, wie tief der Alltagsrassismus in den Medien sitzt“, kritisierte er. Dass Kiewel „Ching Chong Chang“ sagte, machte ihn „fassungslos“.












