„Nähern Sie sich nicht“
Ganz Europa sucht diese Männer aus Deutschland
Aktualisiert am 04.09.2026 – 12:44 UhrLesedauer: 3 Min.
Wer auf der Fahndungsliste „Europe’s Most Wanted“ steht, gilt als gefährlich und hat schwere Straftaten begangen. Zwei Namen aus Deutschland stehen darauf.
Die Liste der meistgesuchten Straftäter in der EU ist mit einem prominenten Warnhinweis versehen: „Alle auf dieser Webseite gezeigten Flüchtigen sind als gefährlich einzustufen. Nähern Sie sich ihnen nicht.“ Darunter folgen zahlreiche Fotos von Männern und einigen wenigen Frauen. Teilweise versuchen die Behörden seit Jahren, ihnen auf die Spur zu kommen. Sie haben gemordet, anderen Menschen großes Leid zugefügt und enorme wirtschaftliche Schäden angerichtet. Auch zwei von Deutschland gesuchte Männer sind auf der Liste „Europe’s Most Wanted“.
Wolodymyr Viktorowytsch Tymoschuk wird inzwischen weltweit gesucht. Der 29-jährige gebürtige Ukrainer steht im Verdacht, der Anführer einer international aktiven, mit einer größeren Hackergruppe kooperierenden Partnerorganisation zu sein, teilten Staatsanwaltschaft Karlsruhe und Polizei Reutlingen mit.
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Ihm wird vorgeworfen, mithilfe von Schadsoftware sensible Daten von über 300 Unternehmen gestohlen zu haben, um Lösegeld zu erpressen. Der Schaden wird auf mehrere Hundert Millionen Euro geschätzt.
Laut den Behörden wird der 29-Jährige auch von der US-Regierung gesucht. Diese habe eine hohe Belohnung für seine Ergreifung ausgelobt. Der Aufenthaltsort des Cyberkriminellen sei unbekannt, er sei untergetaucht. Hinweise können per E-Mail an [email protected] oder telefonisch bei der Kripo Esslingen unter 0711 3990-0 abgegeben werden.
Fahndung: Mann aus Köln soll seine Tochter ermordet haben
Ebenfalls auf der Liste „Europe’s Most Wanted“ steht Hassan Fayas Gyndy aus Köln. Dem Deutschen, der der jesidischen Glaubensgemeinschaft angehört, wird Mord vorgeworfen. Laut Polizei soll er am Abend des 4. Januar 2017 in Köln seine schwangere, 19 Jahre alte Tochter getötet haben. Er soll mit dem Lebensstil der 19-Jährigen nicht einverstanden gewesen sein. Zudem erwartete die junge Frau ein Kind von einem Angehörigen einer anderen Religionsgemeinschaft.
Die 19-Jährige soll ihrem Vater angekündigt haben, in einem Frauenhaus Zuflucht suchen zu wollen, woraufhin er ihr angeboten habe, sie dorthin zu fahren. Beide verließen laut Polizei gemeinsam das Elternhaus. Später habe Gyndy seine Tochter in einem Gebüsch nahe dem Höhenberger Ring in Köln getötet.
Behörden lokalisieren mutmaßlichen Mörder im Irak
Nach der Tat floh Gyndy laut den Behörden in den Irak. Er habe von dort aus die Polizei kontaktiert und mitgeteilt, wo die Leiche seiner Tochter zu finden sei. Danach tauchte er zunächst unter. Im August 2026 teilte die Polizei mit, den Mann im Irak lokalisiert zu haben. „Da gegen den 54-Jährigen ein internationaler Haftbefehl wegen des Verdachts des Mordes vorliegt, hat die Staatsanwaltschaft Köln nun im Rechtshilfewege ein Auslieferungsersuchen gestellt.“ Ob und wann er gefasst und ausgeliefert werden kann, blieb unklar.












