Die Lungenpest ist die schwerste Pestform. Unbehandelt kann sie schnell lebensbedrohlich werden.
Pestsepsis
Bei der Pestsepsis gelangen die Bakterien in die Blutbahn. Es kann zu hohem Fieber, starker Schwäche, Bauchschmerzen, Schock, Blutungen und Schäden an Organen und Gewebe kommen. Die Erkrankung kann als eigenständige Form auftreten oder sich aus einer anderen Pestform entwickeln.
Wo besteht heute ein Risiko?
Die Pest kommt weiterhin in bestimmten Regionen Afrikas, Asiens sowie Nord- und Südamerikas vor. Das RKI nennt unter anderem Uganda, Madagaskar und die Demokratische Republik Kongo als Länder mit endemischen Pestgebieten.
Nach den aktuellen Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) konzentrierten sich die bestätigten Fälle von 2019 bis 2025 vor allem auf die Demokratische Republik Kongo und Madagaskar. Auch in Kenia, Uganda, China und der Mongolei wurden in diesem Zeitraum bestätigte Fälle registriert. In den USA kommt die Pest noch in ländlichen Regionen des Westens vereinzelt vor.
Die Existenz von Pestherden in einem Land bedeutet jedoch nicht automatisch, dass dort für Reisende ein hohes Risiko besteht. Entscheidend ist, ob man mit infizierten Nagetieren, Flöhen oder erkrankten Menschen in Kontakt kommt.
Kann man sich in Deutschland mit Pest anstecken?
Für die Bevölkerung in Deutschland besteht derzeit kein relevantes Risiko für eine Pestinfektion. Nach Angaben des RKI gibt es in Deutschland keine bekannten natürlichen Tierreservoire von Yersinia pestis.
Das RKI stuft auch das Risiko, dass eine mit Pest infizierte Person nach Deutschland einreist, als gering ein. Bei der ansteckenden Lungenpest ist es wegen der kurzen Inkubationszeit noch unwahrscheinlicher, dass eine erkrankte Person längere Zeit unbemerkt reist. Zwar lässt sich eine Übertragung im Einzelfall nicht vollständig ausschließen, die Gesundheitsbehörden können jedoch Maßnahmen ergreifen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Ist die Pest heute noch tödlich?
Unbehandelt kann die Pest schwer verlaufen und tödlich enden. Das gilt insbesondere für die Lungenpest und die Pestsepsis. Gleichzeitig ist die Krankheit heute mit Antibiotika gut behandelbar. Entscheidend ist jedoch, dass sie früh erkannt und die Behandlung schnell begonnen wird.
Das RKI weist deshalb darauf hin, dass bei einem begründeten Verdacht umgehend diagnostische und therapeutische Maßnahmen eingeleitet werden müssen. Bei Lungenpest sind außerdem strenge Isolations- und Schutzmaßnahmen erforderlich.












