Sommerprognose 2026 „ungewöhnlich klar“
Der Wechsel zwischen großer Hitze und heftigen Unwettern könnte typisch für den ganzen Sommer werden. Zum meteorologischen Sommeranfang am 1. Juni wagt Jung eine Prognose für die kommenden Monate: Die Vorhersage für den kompletten Sommer falle dieses Jahr „ungewöhnlich klar“ aus.
Die wichtigsten Modelle seien sich im Augenblick einig: Sowohl das Europäische Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (ECMWF) als auch die US-Wetterbehörde NOAA gehen Jung zufolge derzeit davon aus, dass der Juni und der Juli mit im Schnitt ein bis zwei Grad über dem langjährigen Mittel deutlich zu warm werden.
- Meteorologen wagen Prognosen: Deutschland steht ein Unwetter-Sommer bevor
Aber, meint Jung: Es wird „kein staubtrockener Dürresommer wie 2018“. Grund dafür sei der geschwächte Jetstream. Hoch- und Tiefdruckgebiete bewegen sich dadurch langsamer. Die Großwetterlage neige 2026 entsprechend zu stark blockierenden Wetterlagen, glaubt Jung. Ab dem ersten Junidrittel könnte sich ein erstes kräftiges Hoch über Mitteleuropa festsetzen, das möglicherweise längere Abschnitte über 25 Grad mit nur kurzen Unterbrechungen bringe; in Deutschland würden wahrscheinlich am ehesten die Mitte und der Süden davon profitieren.
Der Haken an der Lage ist laut Jung aber: „Es ist ein Schaukelstuhl.“ Hochdruckdominierte Hitzephasen würden immer wieder von Störimpulsen durchbrochen, die ebenfalls länger an einem Ort festhängen. „Genau diese festgefahrenen Tröge bringen dann das, was wir am meisten fürchten“, erklärt der Meteorologe: „Unwetterartigen Dauerregen, Sturzfluten, regionales Hochwasser.“ Ein „mitteleuropäischer Sommermonsun“ sei nicht auszuschließen.
„Das hat durchaus das Zeug zu einem besonderen Unwettersommer“, meint Jung. „Heiße Phasen wechseln sich mit heftigen Gewitter- und Starkregenlagen ab.“ Die große Gefahr sei 2026 nicht die Hitze allein, sondern die Wucht der Übergänge.








