Stammhaus von Hirmer
Münchner Traditionshaus getroffen: Wasser läuft durch mehrere Etagen
28.05.2026 – 03:31 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Wasserschaden verwandelt Münchens bekanntesten Herrenausstatter in eine Baustelle. Was das für Schnäppchenjäger bedeutet, klingt fast zu gut, um wahr zu sein.
Ein Wasserschaden hat das Stammhaus des Münchner Herrenausstatters Hirmer an der Kaufingerstraße in München schwer getroffen. Im fünften Stockwerk – dort, wo Büros und die hauseigene Schneiderei untergebracht sind – trat über das Pfingstwochenende Wasser aus. Es sickerte durch Wände und Decken bis in das zweite Untergeschoss. Gutachter klären noch, was den Schaden ausgelöst hat.
Das Ausmaß ist erheblich. Böden und Teppiche wurden durchnässt, Dämmwolle vollgesogen, die Elektrik beschädigt, berichtet die „tz“. In mehreren Stockwerken mussten demnach Decken bereits geöffnet werden. Teile der Verkaufsfläche sind abgesperrt, Waren wurden ausgeräumt. Ein Teil der Kleidung auf der insgesamt 9.000 Quadratmeter großen Fläche gilt als unverkäuflich – wie viel genau, steht noch nicht fest.
Beschädigte Ware wird nicht verkauft
Für den laufenden Betrieb bedeutet das vor allem eines: Platzmangel. Das Haus braucht Fläche für Zwischenlagerung und Handwerker. Als Reaktion darauf hat Hirmer eine zeitlich begrenzte Rabattaktion gestartet: Noch bis einschließlich 7. Juni sind alle nicht bereits reduzierten Artikel um 30 Prozent vergünstigt – im Stammhaus und online. Ein Hugo-Boss-Anzug, regulär für 599 Euro gelistet, ist derzeit für 419,30 Euro erhältlich. Ein Ralph-Lauren-Polohemd kostet 94,50 statt 135 Euro. Beschädigte Ware wird nicht verkauft.
Zuletzt war das Hirmer-Stammhaus aus einem anderen Grund in den Schlagzeilen: Die Eigentümerfamilie hatte das markante Gebäude an den Münchner Investor Erich Schwaiger verkauft – angeblich für mehr als 100 Millionen Euro. Der Vollzug hatte sich verzögert, einem Bericht zufolge wegen eines fehlenden Dokuments. Laut einem Sprecher des Unternehmens sei das Closing nun „auf der Zielgeraden“.











