Die häufigsten Ursachen
Was tun gegen das Office-Eye-Syndrom?
Aktualisiert am 23.03.2026 – 07:46 UhrLesedauer: 4 Min.
Brennen, Tränen, Fremdkörpergefühl: Menschen, die viel am Bildschirm arbeiten, haben häufig trockene Augen. Was gegen das Office-Eye-Syndrom hilft.
Trockene Augen sind unangenehm. Im Büro ist es nicht nur lange Bildschirmarbeit, welche den Augen zusetzt. Fachleute sprechen vom Büro-Auge oder Office-Eye-Syndrom. t-online hat bei einem Augenexperten nachgefragt, was man bei gereizten Augen tun kann.
Trockene Augen, medizinisch Keratokonjunktivitis Sicca oder Sicca-Syndrom genannt, sind ein häufiges Beschwerdebild. Angaben des Berufsverbandes der Augenärzte Deutschlands e. V. (BVA) zufolge leiden in Deutschland etwa 15 Prozent der Bevölkerung unter trockenen Augen. Damit gehört das trockene Auge zu den häufigsten Augenbeschwerden. Oft sind Menschen betroffen, die im Büro arbeiten. Zu den Risikofaktoren im Büro gehören:
„Das trockene Auge zeigt sich im Büro vor allem bei Menschen, welche eine veränderte Zusammensetzung des Tränenfilms oder eine verminderte Tränenproduktion haben – und dadurch generell anfälliger für äußere Einflüsse sind“, erklärt der Augenarzt Professor Gerd Geerling.
Zu den typischen Symptomen des Büro-Auges gehören:
Oftmals setzen die Beschwerden nach einigen Stunden im Büro ein. Manche nehmen dann anhaltend ein unangenehmes Gefühl in einem oder beiden Augen wahr. Bei anderen setzen die Beschwerden unerwartet und wie aus dem Nichts ein: Plötzlich spüren die Betroffenen ein intensives Stechen und Brennen im Auge und kurz darauf setzt starker Tränenfluss ein. Dieses unangenehme Gefühl kann so schmerzhaft sein, dass Betroffene die Augen kaum noch öffnen können.
Die Symptome des trockenen Auges im Büro treten auf, wenn die im Auge gebildete Tränenflüssigkeit zu gering ist, um das Auge ausreichend benetzen zu können, oder wenn die Zusammensetzung des Tränenfilms gestört ist. Ein gesunder Tränenfilm besteht aus drei Schichten: einer Schleimschicht, einer wässrigen Schicht sowie der Fettschicht. Die Schleimschicht dient als Gleitschicht und sorgt zudem dafür, dass der Tränenfilm an der Hornhautoberfläche des Auges haftet. Die wässrige Schicht enthält neben Nährstoffen auch Hyaluronsäure, welche die Befeuchtung des Auges unterstützt. Die Lipidschicht schützt den schleimigen und wässrigen Anteil der Tränenflüssigkeit vor zu rascher Verdunstung.
„Gerät dieses feine Zusammenspiel aus dem Gleichgewicht, werden die Augen rascher trocken und reagieren empfindlich. Wer zusätzlich beispielsweise am Bildschirm seltener blinzelt, am Computer Kontaktlinsen trägt oder in der Nähe eines Ventilators sitzt, beschleunigt diesen Prozess“, erklärt Geerling. „Hinzu kommt, dass durch die zusätzliche Verdunstung der Salzgehalt des Tränenfilms zunimmt, was die Augen ebenfalls reizt.“










