Eine Frau als Bundespräsidentin?
Macht es Aigner? CDU-Generalsekretärin bezieht Stellung
26.10.2026 – 05:05 UhrLesedauer: 2 Min.
Markus Söder bringt Ilse Aigner als erste Bundespräsidentin ins Spiel. Die CDU-Generalsekretärin reagiert – und nennt eine Bedingung.
CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann hat sich beim CSU-Parteitag in München zur Frage einer möglichen Bundespräsidentin zurückhaltend gezeigt. In einem Interview mit der „Abendzeitung“ sagte die 44-Jährige, CDU und CSU müssten zunächst gemeinsam einen Kandidaten oder eine Kandidatin bestimmen.
CSU-Chef Markus Söder hatte zuvor Bayerns Landtagspräsidentin Ilse Aigner als erste Bundespräsidentin ins Spiel gebracht. Hoppermann entgegnete, auch die CDU habe geeignete Namen. Wörtlich sagte sie: „Natürlich ist es so, dass die CDU auch gute Kandidatinnen und Kandidaten in den eigenen Reihen hat.“ Sie gehe davon aus, dass der Abstimmungsprozess zwischen den Schwesterparteien bald abgeschlossen werde.
Franziska Hoppermann will mehr Frauen in Spitzenpositionen
Mit Blick auf Frauen in der Spitzenpolitik sagte Hoppermann, sie nehme im Internet einen härteren Ton gegenüber Frauen wahr. Auch sie selbst bekomme Anfeindungen, versuche aber, möglichst wenig davon zu lesen; Anzeige habe sie nach eigenen Angaben bislang nicht erstattet.
Auf die Frage, ob Frauen schneller zur Zielscheibe würden als Männer, verwies Hoppermann zudem auf den Rücktritt der SPD-Co-Vorsitzenden Bärbel Bas. Hoppermann betonte: „Es gab aber nie einen persönlichen Angriff auf Bärbel Bas – auch nicht mit Blick auf ihr Geschlecht.“
Den Vorwurf des Linken-Politikers Jan van Aken, die CDU sei ein „herzloser Verein von karrieregeilen Männern“, wies Hoppermann zurück. Sie sagte: „Ich rate Herrn van Aken dazu, sich um Angelegenheiten seiner eigenen Partei zu kümmern – da hat er offenkundig einiges zu tun. Der Vorwurf ist ohnehin Quatsch.“ Zugleich warb sie dafür, den Anteil von Frauen in Mandaten und Ämtern weiter zu erhöhen.











