Wechselwirkungen
Medikamente und Nahrung: Was sich nicht verträgt
Aktualisiert am 19.03.2026 – 10:56 UhrLesedauer: 4 Min.
Ob Grapefruit, Lakritz oder Kaffee: Bestimmte Lebensmittel vertragen sich nicht mit Medikamenten. Die Folgen können gravierend sein.
Viele gängige Medikamente enthalten Wirkstoffe, die in Kombination mit bestimmten Lebensmitteln zu unerwünschten Nebenwirkungen führen können. Zusätzlich zu den allgemeinen Nebenwirkungen sollten Sie deshalb auch die Wechselwirkungen mit bestimmten Nahrungsmitteln kennen.
Allgemein lässt sich sagen, dass folgende Nahrungsmittel bei der Medikamenteneinnahme zu Wechselwirkungen führen können. Die Produkte sollten daher erst nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt konsumiert werden.
Wer Antibiotika nimmt, sollte koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, Cola, schwarzen oder grünen Tee während der gesamten Einnahmezeit vom Speiseplan streichen. Denn durch das Antibiotikum kann der Körper Koffein schlechter abbauen. Als Folge können Herzrasen und Schlafstörungen auftreten. Das gilt besonders für Präparate, die bei Erkrankungen der Blase, Nieren, Lunge oder des Magens verschrieben werden.
Auf Koffein sollte auch verzichten, wer Medikamente gegen Asthma oder chronische Lungenkrankheiten zu sich nimmt. Denn oft enthalten diese Arzneien Theophyllin. Das Koffein behindert die Ausscheidung dieses Wirkstoffes. So können die Wirkung und auch Nebenwirkungen verstärkt werden.
Ebenfalls sollten Antibiotika nicht in Kombination mit Milchprodukten eingenommen werden. Milch, Quark, Joghurt, Käse und kalziumhaltiges Mineralwasser sollten beispielsweise nicht während der Einnahme von Antibiotika mit folgenden Wirkstoffen konsumiert werden: Ciprofloxacin, Norfloxacin und Doxycyclin. Andere Antibiotika wie Penicillin oder Erythromycin können Sie dagegen problemlos mit Milch kombinieren. Nahrungsergänzungsmittel mit Mineralstoffen wie Kalzium können die Wirkung von Antibiotika ebenfalls hemmen.
Auch Eisenpräparate sollte man nicht mit Kaffee und Tee schlucken. Sie verhindern, dass das Eisen in den Körper gelangt. Die in Kaffee, grünem und schwarzem Tee sowie Rotwein enthaltenen Gerbstoffe, sogenannte Tannine, binden die Eisenionen und nehmen ihnen somit die Wirksamkeit.
Mit dem Genuss von Salami, Käse oder Salzheringen sollte vorsichtig sein, wer Antidepressiva zu sich nimmt: Sie verhindern den Abbau sogenannter biogener Amine. Das sind Substanzen, die zum Beispiel in den aufgeführten Lebensmitteln stecken. Mögliche Nebenwirkungen können hoher Blutdruck, Hirndruck und im schlimmsten Fall eine Gehirnblutung sein.
Wer gegen Herzmuskelschwäche, Nierenunterfunktion oder Wasseransammlungen Diuretika, also entwässernde Medikamente einnimmt, sollte sich Lakritz verkneifen. Denn solche Mittel rauben dem Körper Kalium – Lakritz verstärkt diese Wirkung. Ein Kaliummangel kann zu












