Strategiepapier geleakt
Bei VW sollen wohl die Löhne eingefroren werden
19.10.2026 – 06:20 UhrLesedauer: 1 Min.
Volkswagen plant offenbar, die Gehälter eines Großteils seiner weltweit 600.000 Beschäftigten bis 2030 nicht zu erhöhen. Ein Strategiepapier verrät Details.
Laut internen Unterlagen plant Volkswagen, die Gehälter eines Großteils seiner 600.000 Beschäftigten weltweit bis zum Jahr 2030 einzufrieren. Ohne Lohnerhöhungen könnten die Betroffenen wegen der Inflation einen Einkommensverlust von rund zehn Prozent hinnehmen müssen, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“.
Die Grundlage für die geplante Nullrunde bildet demnach ein vom Vorstand beschlossenes Strategiepapier namens „Group Target Picture“, das laut der Zeitung für das internationale Management aufbereitet wurde. Darin ist von einer „Neuausrichtung“ der internationalen Tarifverhandlungen die Rede.
- Große Offensive: VW startet E-Auto für 20.000 Euro
- Talfahrt geht weiter: VW verkauft weniger Autos
Auch Vergütungen sollen gekürzt werden
Die ab dem vierten Quartal geltenden neuen Verhandlungsrichtlinien sehen laut der Zeitung einen „Pay freeze until 2030“ vor, also ein Einfrieren der Gehälter durch „Aussetzen von Lohnerhöhungen“. Neben dem Lohnstopp sehen die Richtlinien auch eine Kürzung variabler Vergütungen, Sonderzahlungen und weiterer Leistungen sowie einen Stellenabbau vor.
Den Unterlagen zufolge sollen bei der Umsetzung die jeweiligen Rahmenbedingungen in den einzelnen Unternehmensteilen berücksichtigt werden. Eine vollständige Nullrunde in allen Bereichen ist damit nicht zwingend vorgesehen. Dennoch sollen alle Marken, Regionen und Betriebe einen „angemessenen“ Beitrag zu den Sparzielen leisten. Auf Anfrage erklärte VW, man äußere sich nicht zu „solchen Spekulationen“. Die bevorstehende neue Verhandlungsrunde sei „der Ort, um zuerst intern betriebliche Absprachen jeder Art“ zu besprechen.
