Großeinsatz in Berlin
Unbekannte greifen Schüler in Jugendherberge an
Aktualisiert am 10.09.2026 – 15:49 UhrLesedauer: 2 Min.
Schüler aus Nordrhein-Westfalen sind auf Klassenfahrt in Berlin. Dort geraten sie in einen Streit – und eine Gruppe greift ihre Jugendherberge an.
In Berlin ist ein Streit von Schülern mit einer Gruppe von unbekannten Personen eskaliert. Polizei und Rettungskräfte rückten zu einem Großeinsatz aus, auch ein Rettungshubschrauber hob ab. Am Ende zählte die Polizei mehr als 30 Verletzte.
Den Beamten zufolge waren etwa 30 Schüler mit ihren Lehrern aus dem nordrhein-westfälischen Münster in die Hauptstadt gefahren. Am Dienstag stießen die 15- bis 17-jährigen Jugendlichen laut einer Polizeisprecherin erstmals mit einer Gruppe von unbekannten Personen zusammen. Dabei habe einer der Unbekannten einen Schüler geohrfeigt. Die genauen Hintergründe und Motive seien aber noch unklar.
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Am Mittwochnachmittag suchte offenbar genau diese Personengruppe die Jugendherberge in Berlin-Mitte auf, in der die Schüler untergebracht waren. „Auf einem Stockwerk klopften die Unbekannten lautstark gegen mehrere Zimmertüren der Gruppe und es kam beim Öffnen zu verbalen Streitigkeiten“, heißt es in der Mitteilung der Polizei.
Attacke mit Reizgas: Zwei Jugendliche kommen ins Krankenhaus
Kurz darauf hätten sich die Angreifer in ein anderes Stockwerk begeben und dort erneut gegen mehrere Zimmertüren geklopft, woraufhin die Schüler öffneten. In dieser Situation habe einer der Unbekannten großflächig einen Reizstoff in Richtung der Schüler versprüht. Zudem seien mehrere Personen aus der Schülergruppe geschubst und angerempelt worden.
Als die Unbekannten bemerkten, dass die Polizei alarmiert worden war, seien sie aus der Unterkunft geflüchtet. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte klagten der Polizei zufolge 31 Personen über Reizungen der Augen und Atemwege. Zwei Jugendliche wurden durch Rettungskräfte zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.
Eine Fahndung im Umfeld blieb ohne Erfolg. Während des Einsatzes war die Köpenicker Straße gesperrt. Die Polizei ermittelt wegen Bedrohung, Körperverletzung und gefährlicher Körperverletzung.











