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Home » Frau zu Tode missbraucht – Verdächtiger schreibt „Sorry“
Panorama

Frau zu Tode missbraucht – Verdächtiger schreibt „Sorry“

By zeit-heute.deSeptember 11, 20263 Mins Read
Frau zu Tode missbraucht – Verdächtiger schreibt „Sorry“
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„Wenn ich dich sehe, sehe ich Mama“

Frau zu Tode missbraucht – Verdächtiger schreibt Tochter


11.09.2026 – 12:47 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Die Justizanstalt Wels (Archivbild): Der mutmaßliche Täter sitzt seit Anfang Juli in Untersuchungshaft. (Quelle: IMAGO/Daniel Scharinger/imago)

Ein 51-Jähriger soll seine Frau so schwer missbraucht haben, dass sie starb. Während die Ermittler Mittäter suchen, schreibt der Verdächtige aus dem Gefängnis Briefe.

Der Mann, der in Oberösterreich seine Frau zu Tode missbraucht haben soll, hat seiner Tochter einem Bericht der „Kronen-Zeitung“ zufolge mehrere Briefe aus dem Gefängnis geschrieben. Darin soll es teilweise um Alltägliches und Banales gehen. Der Zeitung zufolge beschwert sich der 51-Jährige beispielsweise über schlechten Nudelsalat im Gefängnis und fragt nach dem Zustand des Pools zu Hause.

An anderer Stelle heißt es demnach: „Sorry, dass ich euch so viel Stress bereite.“ Leider müsse er wohl noch einige Zeit im Gefängnis bleiben, notiert der Mann laut „Kronen-Zeitung“ und behauptet: „Ich habe Mama über alles geliebt und ich kann es nicht in Worten ausdrücken, wie sehr sie mir fehlt.“

Weiter zitiert die Zeitung aus den Briefen an die Tochter: „Wenn ich dich sehe, sehe ich Mama. Sie lebt in dir bzw. uns weiter. Wir werden sie nicht vergessen.“

Er soll seine Frau so schwer missbraucht haben, dass die verblutete

Der Mann aus der Stadt Marchtrenk im Bezirk Wels-Land sitzt seit Anfang Juli in Haft. Seine Tochter hatte ihre Mutter am 26. Juni mit stark blutenden Wunden im Ehebett gefunden. Laut Staatsanwaltschaft starb die 40-Jährige, „an schweren Verletzungen im Unterleibs- und Bauchbereich infolge Verblutens, nachdem an ihr sexuelle Handlungen durchgeführt wurden“.

Der Verdächtige – laut „Bild“-Zeitung ein Lkw-Fahrer mit dem Namen Robert A. – sagt, es sei ein „Unfall“ bei hartem, aber einvernehmlichen Sex gewesen. Die Staatsanwaltschaft glaubt das nicht. Sie ermittelt wegen Missbrauchs einer wehrlosen oder beeinträchtigten Person mit Todesfolge. Das Opfer soll mit Alkohol betäubt worden sein. Laut „Kronen-Zeitung“ wurden 3,9 Promille bei der 40-Jährigen festgestellt.

Führen Chatnachrichten zu weiteren Verdächtigen?

Auch ein zweiter Mann sitzt in Untersuchungshaft, es soll sich um einen Nachbarn handeln. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist der zweite Verdächtige im Unterschied zum Ehemann geständig. Ihm wird vorgeworfen, sich bereits zuvor zweimal gemeinsam mit diesem an der Frau vergangen zu haben: einmal nur Stunden, bevor der Ehemann seine Frau zu Tode missbraucht haben soll, und einmal zu einem früheren Zeitpunkt.

Der Fall könnte sich noch ausweiten: Derzeit werde untersucht, ob es weitere Täter gab, berichtete die Deutschen Presse-Agentur. Aus Chatnachrichten zwischen den beiden mutmaßlichen Haupttätern habe sich der Verdacht ergeben, dass sich noch weitere Männer an der Frau vergangen haben könnten. In der Nacht des tödlichen Missbrauchs sei auch die Anwesenheit eines dritten Mannes geplant gewesen, der aber dann nicht aufgetaucht sei.

Auch wenn das Ausmaß des Falles noch unklar ist, weckt er Erinnerungen an Gisèle Pelicot: Die Französin war von ihrem damaligen Mann über knapp zehn Jahre immer wieder mit Medikamenten betäubt, missbraucht und Fremden zur Vergewaltigung angeboten worden. Ihr Ex-Mann und 50 Mitangeklagte wurden zu Haftstrafen verurteilt.

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