In Ruhe einkaufen

Das ändert sich bei Ikea im Juni


27.05.2026 – 09:48 UhrLesedauer: 2 Min.

Ikea: Die Märkte sind am Wochenende stark frequentiert. (Quelle: IMAGO/imageBROKER/Guenther Schwermer/imago)

Wer künftig an einem Mittwochabend bei Ikea einkauft, wird von dem neuen Konzept überrascht sein. Denn es soll in den Filialen ruhig werden.

Die schwedische Möbelkette Ikea führt ab Juni eine sogenannte „Stille Stunde“ ein. Damit sollen Kunden angesprochen werden, die bevorzugt in einer ruhigeren Umgebung einkaufen. Die „Stille Stunde“ wird bundesweit mittwochs zwischen 17 und 19 Uhr angeboten.

Was ist der Unterschied?

In dem zweistündigen Zeitfenster will die schwedische Möbelkette die Reize in den Filialen weitestgehend reduzieren. Es werde auf nicht sicherheitsrelevante Durchsagen, Hintergrundmusik und lärmintensive Tätigkeiten verzichtet. Auch die Lichtintensität werde reduziert, ebenso einige visuelle Reize.

Wozu das Ganze?

Das Angebot richtet sich unter anderem an Menschen mit Neurodivergenz – etwa Personen im Autismus-Spektrum oder mit ADHS. Auch Menschen mit sensorischen Empfindlichkeiten sollen von der ruhigeren Atmosphäre profitieren. Schätzungen zufolge zählen in Deutschland etwa 15 bis 20 Prozent der Bevölkerung zu neurodivergenten Gruppen. Überdies könnten auch ältere Menschen, Familien mit kleinen Kindern oder generell Kunden profitieren, die eine ruhigere Einkaufsumgebung bevorzugen.

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Auch andere Händler bieten ihren Kunden eine „Stille Stunde“ an. Darunter Rewe-Märkte, Telekom-Filialen, Denn’s-Biomärkte, Globus-Filialen oder auch Weihnachtsmärkte. Auf der offiziellen Seite des Vereins „Stille Stunde“ können Interessierte überprüfen, welches Geschäft in ihrer Nähe an der Aktion teilnimmt. Die Einrichtungen verzichten ebenfalls auf nicht sicherheitsrelevante Durchsagen, Hintergrundmusik und lärmintensive Tätigkeiten. Zudem sollen die Kassengeräusche minimiert werden.

Zudem empfiehlt der Verein zusätzliche Maßnahmen. So sollen Geräusche an den Kassen reduziert und Waren während dieses Zeitraums nicht eingeräumt oder sortiert werden. Mitarbeitende sollen außerdem deutlich erkennbar sein und Kunden bei Bedarf unterstützen oder auf Wunsch sogar beim Einkauf begleiten. Die Idee hinter der „Stillen Stunde“ oder auch „Quiet Hour“ stammt ursprünglich aus Neuseeland.

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