Ausnahme für Nachtruhe nötig

Keine Klarheit für Kneipen: Darf die WM draußen gezeigt werden?


24.04.2026 – 13:20 UhrLesedauer: 2 Min.

Eine Kneipe am Kölner Rheinufer, geschmückt mit verschiedenen Fahnen (Archivbild): Ob Kölner Außengastronomen in diesem Jahr die EM-Spiele zeigen dürfen, ist noch unklar. (Quelle: IMAGO/Noah Wedel/imago)

Für die WM 2026 wird die Stadt Köln kein städtisches Public Viewing anbieten – und auch, ob Außengastronomen die Spiele zeigen dürfen, ist bislang nicht klar. Die Stadt hat noch nicht entschieden.

Vom 11. Juni bis 19. Juli findet die Fußball-Weltmeisterschaft statt. Austragungsländer in diesem Jahr sind Kanada, Mexiko und die USA. Wie die Stadt Köln bereits vor einer Woche auf Anfrage der Kölner Lokalredaktion von t-online erklärte, werde es kein städtisches Public-Viewing zur diesjährigen WM geben. Und nun ist klar: Auch die Kölner Außengastronomen haben noch keine Ausnahmegenehmigung zum Zeigen der Spiele erhalten.

Eine Ausnahmegenehmigung der Stadt Köln ist in diesem Fall nötig, da die diesjährigen WM-Spiele aufgrund der Zeitverschiebung in die Nachtruhe fallen. Ein Sprecher der Stadt erklärte auf Anfrage der Kölner Lokalredaktion von t-online: „Nach dem Immissionsschutzgesetz des Landes gilt zwischen 22 und 6 Uhr grundsätzlich Nachtruhe. Kommunen können in Ausnahmefällen davon Abstand nehmen“. Die Stadt Köln prüfe aktuell noch, ob beziehungsweise unter welchen Voraussetzungen für die Außengastronomie Ausnahmen vom Lärmschutz erteilt werden können.

Um solch eine Ausnahme genehmigen zu können, braucht es im Vorfeld einen Erlass des Landes Nordrhein-Westfalens. Nach Angaben des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr wurde dieser bereits am 8. April an die Bezirksregierung Köln versandt und liegt der Kölner Lokalredaktion von t-online vor.

Maike Block, von der Interessengemeinschaft Kölner Gastro (IG Kölner Gastro) zeigt sich erstaunt. „Unser letzter Stand ist, dass die Stadt Köln auf den notwendigen Erlass des Landes wartet“, erklärte sie am Donnerstag im Gespräch mit t-online. „Viele Gastronomen müssen mit extra Personal planen, wenn sie die Spiele zeigen wollen, und auch die Technik muss organisiert werden“, so Block weiter. „Wenn die Kölner Gastrobetriebe vier Wochen vor der WM Bescheid bekommen, ist die Zeit zum Planen aus“. Die Vergangenheit zeigt jedoch, dass sich die Stadt zuletzt mit dieser Entscheidung deutlich länger Zeit ließ.

Zur Heim-EM 2024 etwa gab es erst gut zwei Wochen vor Beginn der Fußball-Europameisterschaft eine Ausnahmeregelung seitens der Stadt. Wann die Stadt Köln in diesem Jahr über mögliche Ausnahmen der Nachtruhe entscheidet, ist nicht klar.

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