Neugestaltung vom Plärrer
Spezialtaucher arbeiten in einer 17 Meter tiefen Grube
09.09.2026 – 18:33 UhrLesedauer: 2 Min.
30 Millionen kostet die Neugestaltung des Verkehrsknotenpunktes. Dafür müssen auch Industrietaucher hinab ins Erdreich.
Nürnbergs zentraler Verkehrsknoten, der Plärrer, wird in den kommenden Jahren vollständig umgebaut. Die Kompletterneuerung wird die Stadt 30 Millionen Euro kosten. Ein komplexes Unterfangen, wie sich am Mittwoch (9. September) zeigte: An der Baustelle waren nämlich auch Industrietaucher in einer Baugrube zugange.
Wie die N-Ergie mitteilte, sollen dort Hochspannungskabel verlegt werden. Doch für die Rohre braucht es einen Tunnel – und der wird gerade gebaut. Mit am Werk sind auch die Taucher.
Abgetaucht am Plärrer
Im Auftrag der N-Ergie Netz GmbH tauchten die Fachkräfte laut Mitteilung in eine rund 17 Meter tiefe, kreisrunde Baugrube hinab. Rund sieben Meter mussten sie im stehenden Grundwasser zurücklegen, um mit Hochdruckwasserstrahlen Vertiefungen in die Betonwände zu arbeiten. Diese Vorarbeiten schaffen die Grundlage, um in den Folgetagen eine Bodenplatte zu gießen und das Bauwerk abzuschließen.

Von der fertiggestellten Grube aus sollen anschließend Tunnelarbeiten in Richtung der Baugrube in der Südlichen Fürther Straße und weiter bis zur Gostenhofer Hauptstraße starten. Der Tunnel entsteht in einer Tiefe zwischen 12 und 16 Metern. Durch ihn verlegt die N-Ergie Netz GmbH Leerrohre für Hochspannungskabel, um das Nürnberger Hochspannungsnetz zu erneuern und zu verstärken. Nach Abschluss der Arbeiten werden die Grubenbauwerke wieder vollständig verfüllt. Das ist längst nicht die einzige Großbaustelle der N-Ergie Netz GmbH im Nürnberger Stadtgebiet.
Mega-Bauprojekt am Plärrer
Die Baustelle am Plärrer wurde Ende April 2026 eingerichtet. Nach aktuellem Stand sollen die Arbeiten bis Februar 2027 abgeschlossen sein. Durch die Tunnelbauweise lassen sich Aufgrabungen der Fahrbahn und damit verbundene Eingriffe in den Straßenverkehr auf ein Minimum reduzieren.
Die Arbeiten sind Teil der umfassenden Neugestaltung des zentralen Verkehrsknotenpunktes. Dieser soll damit komplett barrierefrei sein und gleichzeitig mehr Grünflächen sowie bessere Verkehrsverbindungen bieten. Die Kosten für die Neugestaltung des Plärrers liegen laut Stadt bei rund 30 Millionen Euro.












