Sommer 2026
Niedersachsen: 400 Hitzetote mehr als im Vorjahr
30.07.2026 – 11:40 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Sommer 2026 fordert in Deutschland einen hohen Preis. Allein in Niedersachsen zählt das RKI bis Mitte Juli 420 Todesopfer – bundesweit sind es fast 10.000.
Das Robert Koch-Institut hat für Niedersachsen bis zum 19. Juli 2026 insgesamt 420 hitzebedingte Todesfälle gezählt. Das sind 400 mehr als im gesamten Vorjahreszeitraum. Bundesweit summieren sich die Hitzetoten in diesem Jahr laut RKI auf rund 9.800, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet.
Lediglich in den Jahren 2018 und 2019 starben in Niedersachsen noch mehr Menschen an den Folgen der Hitze: 720 im Jahr 2018 und 500 im Jahr 2019. Das RKI weist darauf hin, dass Hitze besonders für ältere Menschen gefährlich sei.
- Zahlen der DLRG: So viele Menschen starben im Juni bei Badeunfällen
Die meisten Hitzetoten in Nordrhein-Westfalen
Die meisten Todesfälle in diesem Sommer gab es in Nordrhein-Westfalen mit 2.270 und in Baden-Württemberg mit 1.870 Hitzetoten. Gemessen an der Einwohnerzahl lag Niedersachsen mit 5,4 Toten je 100.000 Einwohner im unteren Mittelfeld, Bremen mit 4,3. Die höchsten Quoten verzeichneten das Saarland mit 33,0, Rheinland-Pfalz mit 29,8 und Hessen mit 21,5 Toten je 100.000 Einwohner.
Die bundesweite Zahl von 9.800 hitzebedingten Sterbefällen übertrifft jeden Jahreswert seit 2016. Zum Vergleich: Im bisherigen Rekordjahr 2018 starben im gesamten Jahr rund 9.000 Menschen an den Folgen der Hitze. Mehr als 5.000 der diesjährigen Todesfälle gehen laut RKI auf die heißen Tage in der zweiten Junihälfte zurück, als die Temperaturen vielerorts um die 40 Grad erreichten.
Als Grundregel zum Schutz vor Hitze empfehlen Experten: direkte Sonne meiden, ausreichend trinken und in den wärmsten Stunden des Tages körperliche Anstrengung vermeiden.











