Milch macht den Preisunterschied groß
Die Studie zeigt, dass der Wechsel vom Espresso zu einem Kaffee mit Milch den Preis deutlich stärker beeinflusst als die Stadt, in der der Kaffee verkauft wird.
Im Durchschnitt der zehn untersuchten Städte kostet ein Espresso 2,58 Euro, ein Cappuccino 3,80 Euro – das sind 1,22 Euro bzw. rund 47 Prozent mehr. Ein Latte macchiato schlägt mit 4,33 Euro zu Buche – ein Plus von 1,75 Euro oder fast 68 Prozent im Vergleich zum klassischen Espresso.
Der größte Preissprung zeigt sich beim Wechsel vom Espresso zur ersten Option mit Milch. Danach fällt der Preisunterschied geringer aus: Ein Latte macchiato kostet im Schnitt nur 0,53 Euro (rund 14 Prozent) mehr als ein Cappuccino.
Preis und Einkommen: Wo Kaffee wirklich erschwinglich ist
Günstige Kaffeepreise in den Städten bedeuten nicht automatisch, dass die Menschen dort mehr Kaffee trinken können. Setzt man die Kaffeepreise ins Verhältnis zum regionalen Einkommen, ergibt sich ein anderes Bild.
Stuttgart belegt mit 1.447 theoretischen Espressi pro Monatsgehalt den ersten Platz. Dort liegt das Durchschnittseinkommen laut Studie bei etwa 3.617 Euro. München folgt mit 1.439 Tassen auf Platz 2, Frankfurt mit 1.361 Tassen auf Platz 3.

Am anderen Ende der Tabelle landet Bremen mit nur 1.018 Tassen auf dem letzten Platz – trotz eines mittleren Einkommensniveaus von 2.835 Euro. Köln ist ein klares Beispiel dafür, dass niedrige Preise nicht automatisch mehr Bezahlbarkeit bedeuten: Trotz der günstigsten Kaffeepreise reicht es nach Einberechnung des Einkommensniveaus nur für das Mittelfeld.
Der Latte-Faktor: Kleine Ausgaben, große Wirkung
Wer regelmäßig Kaffee unterwegs kauft, dürfte am Jahresende auf eine stattliche Summe kommen. Wer seinen Kaffee zu Hause brüht, kann hingegen viel Geld sparen.
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