Kripo ermittelt
Schüsse in Mülheim: Journalisten machen erstaunlichen Fund
05.08.2026 – 08:50 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach der Bluttat in Mülheim mit vier Verletzten besuchen Journalisten den Tatort. Was sie dort finden, lässt sie die Polizei alarmieren.
Nach der aufsehenerregenden Gewalttat in Köln-Mülheim, bei der am Montagabend in der Berliner Straße vier Menschen verletzt wurden, ist es am Dienstag zu einem ungewöhnlichen Vorfall gekommen.
Ein Team des WDR fand am Tatort mehrere Patronenhülsen – nachdem die Polizei dort ihre Spurensicherung bereits abgeschlossen hatte. Bei den gefundenen Patronenhülsen handelt es sich um möglicherweise wichtige Beweismittel der Tat.
Schüsse in Köln-Mülheim: Wohl neue Spuren am Dienstag entdeckt
Nach Angaben der Ermittler war es an der Berliner Straße am Montagabend gegen 22 Uhr zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Familien gekommen. Eine 39 Jahre alte Frau und ein 42 Jahre alter Mann erlitten Schussverletzungen, zwei weitere Männer im Alter von 24 und 48 Jahren wurden mit Stichverletzungen verletzt.
Ein Polizeisprecher bestätigte der Kölner Lokalredaktion von t-online am Mittwochmorgen, dass die Journalisten die Polizei wegen des Funds einiger Patronenhülsen alarmiert habe. Um wie viele Patronen es sich genau handelt, könne er derzeit nicht sagen. Der WDR berichtete, dass sein Team vier Hülsen am Tatort gefunden habe – die hinzugerufene Polizei entdeckte später noch eine weitere an einem sich in der Nähe befindenden Supermarktparkplatz.
Kölner Polizei prüft Patronenhülsen-Fund in Mülheim
Der Polizeisprecher betonte im Gespräch mit t-online, dass man aktuell nicht mit Sicherheit sagen könne, ob die gefundenen Hülsen Spuren der Gewalttat von Montagabend seien. Das werde derzeit noch geprüft.
Nach der Gewalttat nahm die Kölner Polizei noch in der Nacht zu Dienstag mehrere Menschen fest: die Verletzten selbst sowie zwei 19-Jährige und einen 21-Jährigen, die als tatverdächtig gelten. Die Staatsanwaltschaft prüft, ob Haftbefehle beantragt werden können. Zum genauen Tatablauf und den Hintergründen dauern die Ermittlungen an.
Der Stadtteil Mülheim gilt als einer der kriminalitätsbelasteten Kölns. Erst im März dieses Jahres war dort ein Restaurantbesucher mit einer Waffe bedroht und anschließend ausgeraubt worden. 2024 wurde auf einem Platz in Mülheim die erste dauerhafte Waffenverbotszone Nordrhein-Westfalens eingerichtet.











