Vorfall in Hamburg
Schüsse auf Linienbus – Festnahme
12.09.2026 – 23:08 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine 16-Jährige flüchtet vor einem Streit in einen Linienbus. Kurz darauf fallen Schüsse.
In Hamburg haben Jugendliche am Freitagabend auf einen fahrenden Linienbus geschossen. Verletzt wurde dabei niemand, wie die Polizei mitteilte. Die Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen.
Laut ersten Erkenntnissen hatten drei Jugendliche Streit mit einer 16-Jährigen, die sich daraufhin in einen Bus der Linie 251 flüchtete. Am S-Bahnhof Neugraben fuhr der Bus ab. Kurz danach hörten Zeugen mehrere Schüsse. Der Fahrer brachte den Bus mit seinen drei Fahrgästen, darunter die 16-Jährige, zum S-Bahnhof Neuwiedenthal. Die drei Jugendlichen flüchteten vom Tatort. An den Scheiben des HVV-Busses stellte die Polizei mehrere Einschusslöcher fest.
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Eine sofort eingeleitete Fahndung mit mehreren Streifenwagen und einem Diensthund blieb zunächst erfolglos. Erst Untersuchungen am Tatort brachten die Beamten auf die Spur der Jugendlichen. Am Samstagmorgen durchsuchte die Polizei Wohnungen in den Stadtteilen Neuenfelde und Bahrenfeld. In Neuenfelde kamen dabei auch Spezialeinsatzkräfte zum Einsatz.
Schusswaffe im Keller gefunden
Im Keller des 17-Jährigen fanden die Beamten eine Schusswaffe samt Munition, die sich als Luftdruckwaffe herausstellte. Als mutmaßlichen Haupttäter hat die Polizei den 17-Jährigen ausgemacht. Zwei weitere Jugendliche im Alter von 14 und 15 Jahren stehen ebenfalls im Fokus der Ermittlungen.
Gegen den 17-Jährigen wird wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung ermittelt. Alle drei stehen zudem unter dem Verdacht eines Verstoßes gegen das Waffengesetz, da sie zuvor im Bereich Königswiesen in Neugraben-Fischbek Schießübungen mit einer Schusswaffe gemacht haben sollen, wie die dpa berichtet. Mangels Haftgründen wurden alle drei wieder freigelassen.












