
Gestörter Schlaf
Schlafprobleme durch Schichtarbeit – was hilft?
17.11.2025 – 15:41 UhrLesedauer: 2 Min.
Schichtarbeit belastet den Körper und löst oft Schlafstörungen aus. Was dann helfen kann und welcher Schichtwechsel am günstigsten ist.
Millionen Berufstätige in Deutschland arbeiten im Schichtsystem, nicht wenige von ihnen in der Nachtschicht. Das bringt oft die innere Uhr durcheinander, sodass der Schlaf darunter leidet und weniger erholsam ist. Oft fühlen sich Betroffene in der Folge ständig müde und weniger leistungsfähig. Schichtarbeit kann sich im Alltag auf viele Bereiche auswirken und auf Dauer mit erhöhten Risiken für die Gesundheit einhergehen.
Die innere Uhr des Menschen ist auf einen regelmäßigen Tag-Nacht-Rhythmus eingestellt, den sogenannten zirkadianen Rhythmus (von lat. circa = ungefähr und lat. dies = Tag). Sie steuert viele Prozesse im Körper, unter anderem Wachheit und Müdigkeit. Der Taktgeber der inneren Uhr ist dabei das Tageslicht.
Schichtarbeit kann die innere Uhr durcheinanderbringen, denn je nach Schicht müssen Betroffene wach sein, wenn der Körper eigentlich schlafen würde, und schlafen, wenn der Körper eigentlich wach wäre. Wechseln die Arbeitszeiten zudem ständig, muss sich auch der Schlaf-Wach-Rhythmus immer wieder umstellen. Das kann Einschlafstörungen, Probleme beim Durchschlafen und Tagesmüdigkeit mit sich bringen.
Hinzu kommt, dass Betroffene häufig dann schlafen müssen, wenn andere ihrem Alltag nachgehen. Daher können äußere Faktoren (etwa Lärm oder durch Vorhänge dringendes Tageslicht) die Schlafqualität zusätzlich beeinträchtigen.
Auf lange Sicht kann sich der bei Schichtarbeit entstehende Schlafmangel negativ auf die Gesundheit auswirken. So steigt etwa unter anderem das Risiko für:
Studien weisen überdies darauf hin, dass jahrelange Schichtarbeit die Gedächtnisleistung beeinträchtigen kann und das Gehirn schneller altern lässt. Nach der Rückkehr zu normalen Arbeitszeiten dauert es zudem eine ganze Weile, bis sich die kognitiven Funktionen davon erholen. Mitunter kann dies bis zu fünf Jahre dauern.
Wer im Schichtdienst arbeitet, kann verschiedene Maßnahmen ergreifen, um Schlafprobleme zu verringern, wie etwa:
Halten die Schlafstörungen über längere Zeit an oder führen sie im Alltag zu starker Belastung, sollten Betroffene ärztlichen Rat suchen.











