Aus Hannover
AfD-Ratsherr unter Kinderpornografie-Verdacht
29.05.2026 – 17:36 UhrLesedauer: 1 Min.
Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt seit Februar 2024 gegen einen früheren AfD-Ratsherrn. Es geht um Kinderpornografie.
Gegen einen ehemaligen AfD-Ratsherrn aus Hannover ermittelt die Staatsanwaltschaft Hannover wegen des Anfangsverdachts auf Besitz und Beschaffung kinderpornografischer Inhalte. Der Mann hat sein Mandat niedergelegt – laut seines Verteidigers „aus persönlichen Gründen“ – und ist aus der Partei ausgetreten.
Ein Hinweis aus den USA löste die Ermittlungen im Februar 2024 aus. Laut „Hannoverscher Allgemeiner Zeitung“ soll eine Sicherheitssoftware Alarm geschlagen haben, als der Mann Dateien in seine private Cloud lud.
„Geringe, einstellige Anzahl“ an Dateien gefunden
Im April 2024 wurde die Wohnanschrift des Beschuldigten durchsucht und Datenträger wurden sichergestellt. Die Auswertung ergab nach Angaben der Staatsanwaltschaft Hannover eine „geringe, einstellige Anzahl an Dateien“. Bei diesen Dateien könnte es sich um Kinderpornografie handeln.
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Sein Verteidiger bestätigte das laufende Verfahren. „Es trifft zu, dass derzeit bei der Staatsanwaltschaft Hannover ein Ermittlungsverfahren anhängig ist, in welchem mein Mandant als Beschuldigter geführt wird“, sagte er. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Die AfD Niedersachsen erklärte, Straftaten hätten im Landesverband keinen Platz. „Wir haben volles Vertrauen in den Rechtsstaat und die ermittelnden Behörden“, hieß es. Landesvize Vanessa Behrendt zeigte sich „zutiefst erschüttert“. „Jetzt muss der Rechtsstaat seine Arbeit machen. So jemand gehört nicht in die Partei, sondern vor Gericht“, sagte Behrendt.












