Neue Pflicht
Die Rentenerhöhung hat für viele Rentner einen Haken
Aktualisiert am 02.07.2026Lesedauer: 3 Min.

Über diese Nachricht dürfen sich Deutschlands Rentner freuen: Zum 1. Juli sind die gesetzlichen Renten gestiegen. Eine Folge ist vielen dabei aber nicht bewusst.
Dass die Renten zum 1. Juli 2026 wieder stark gestiegen sind, klingt zunächst wie ein netter Bonus. Die Erhöhung von bundeseinheitlich 4,24 Prozent stellt nach Angaben des Bundesarbeitsministeriums sicher, dass Rentnerinnen und Rentner an der Lohnentwicklung der Beschäftigten beteiligt werden. Doch die Sache hat einen Haken.
Die Rentenanpassung kann dazu führen, dass jedes Jahr zehntausende Rentnerinnen und Rentner erstmals in die Steuerpflicht rutschen und eine Steuererklärung abgeben müssen. Das liegt daran, dass jede Erhöhung der Rente voll steuerpflichtig ist – anders als der Rest der Rente, von der immer ein Teil steuerfrei bleibt. Nach Angaben des Bundesfinanzministeriums betrifft das 2026 rund 204.000 Personen mit Renteneinkünften.
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So funktioniert die Rentenbesteuerung
Wie hoch dieser sogenannte Rentenfreibetrag für Sie ist, hängt von dem Jahr ab, in dem Sie in Rente gegangen sind. Dabei gilt: Je später der Renteneintritt, desto größer ist der Teil Ihrer Rente, den Sie versteuern müssen.
Sind Sie zum Beispiel 2022 in Rente gegangen, haben Sie einen Rentenfreibetrag von 18 Prozent, im Gegenzug beträgt der steuerpflichtige Anteil 82 Prozent. Den Betrag, der diesem prozentualen Rentenfreibetrag entspricht, müssen Sie dann bis zu Ihrem Lebensende nicht versteuern. Wer 2058 in Rente geht, soll seine Renteneinnahmen dann zu 100 Prozent versteuern müssen.
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Da Rentner die Erhöhung ab Juli voll versteuern müssen, müssen Sie den zusätzlichen Betrag zu Ihrem steuerpflichtigen Rentenanteil hinzurechnen. Das Ergebnis sind die gesamten zu versteuernden Renteneinkünfte. Liegen diese über dem Grundfreibetrag von 12.348 Euro im Jahr 2026, müssen Sie eine Einkommensteuererklärung abgeben. Lesen Sie hier, bis zu welcher Höhe Ihre Bruttorente in diesem Jahr steuerfrei bleibt.











