Newsblog zum 1. Mai
Vor „revolutionärer 1. Mai Demo“: Polizei will robust vorgehen
Aktualisiert am 01.05.2026 – 18:23 UhrLesedauer: 7 Min.
Zum 1. Mai in Berlin sind zahlreiche Demos angekündigt. Die Polizei bereitet sich auf einen Großeinsatz vor. Bereits am Vorabend gibt es Proteste und Partys. Alle Infos im Newsblog.
Ein Mann soll in Berlin-Kreuzberg eine Flasche auf einen Polizeiwagen geworfen haben. Das teilte die Behörde auf der Plattform X mit. Beamte hätten ihn daraufhin festgenommen.
Dabei soll der Mann Widerstand geleistet haben. Zwei Polizisten wurden den Angaben zufolge leicht verletzt.
Am Görlitzer Park sind wegen des großen Andrangs am 1. Mai zwei Tore als Eingänge gesperrt worden. Sie seien nur noch als Ausgänge nutzbar, sagte eine Polizeisprecherin. Mit Lautsprecherdurchsagen machte die Polizei darauf aufmerksam. Wegen der Menschenmassen in Berlin-Kreuzberg waren auch die umliegenden Straßen für Autos gesperrt.
Viele Menschen zieht es bei strahlendem Sonnenschein in den Stadtteil Kreuzberg. Im Görlitzer Park protestierten Tausende mit einer Technoparty gegen die nächtliche Schließung der Anlage. Der Park wird nach jahrelangen Debatten seit Anfang März jeden Abend um 22 Uhr geschlossen. Dafür waren 16 Eingangstore aufgebaut worden. Der Senat aus CDU und SPD hatte die Maßnahme 2023 beschlossen, um den ausgeuferten Drogenhandel und weitere Kriminalität einzudämmen. Nach dem Sommer sollen die Auswirkungen in einer wissenschaftlichen Studie untersucht werden.
Am Donnerstagabend und am Freitagabend verzichtete der Senat allerdings vorsorglich darauf, den Park abzuschließen. Die Entscheidung wurde mit den Partys und Demonstrationen und Tausenden erwarteten Menschen begründet.
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hat sich vor der Abend-Demonstration linker und linksextremer Gruppen hinter ein robustes Polizeivorgehen gestellt, falls es zu Gewalt kommt. „Aber da, wo es Gewalt gibt, wird die Polizei schnell und konsequent eingreifen“, sagte Wegner bei einem Besuch der Feuerwache in der Wiener Straße in Kreuzberg. Mehr dazu hier.
Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) fahren die U-Bahnhöfe Görlitzer Bahnhof, Kottbusser Tor und Hallesches Tor nicht mehr an. Die Bahnhöfe seien zu überfüllt. Seit dem Morgen läuft im angrenzenden Görlitzer Park die angekündigte Rave-Demo gegen die nächtliche Parkschließung.
Tausende Feiernde und Demonstrierende strömen in das Gebiet rund um den Park. Inzwischen hat die BVG auch den U-Bahnhof Hallesches Tor wegen Überfüllung gesperrt. Die Züge fahren an beiden Stationen ohne Halt durch, berichtet ein Reporter vor Ort.









