1. Mai in NRW
Wüst, Klingbeil, Bas: Politiker stellen sich dem Tag der Arbeit
Aktualisiert am 01.05.2026 – 09:32 UhrLesedauer: 2 Min.
Zehntausende Menschen gehen in NRW auf die Straße – der DGB mobilisiert zum Tag der Arbeit. Hochrangige Politiker stellen sich den Forderungen der Gewerkschaften.
Bei insgesamt 76 Terminen in ganz Nordrhein-Westfalen wollen die Gewerkschaften am Tag der Arbeit ihre Forderungen nach guten Arbeitsbedingungen und mehr Verteilungsgerechtigkeit untermauern. Zu Kundgebungen, Festen und Empfängen rechnet der Deutsche Gewerkschaftsbund landesweit mit Zehntausenden Teilnehmern.
2025 hatten sich nach Angaben des DGB in NRW rund 89.000 Menschen beteiligt. Weil jeden Monat Tausende Industriearbeitsplätze abgebaut würden und Arbeitnehmerrechte wie der Acht-Stunden-Tag unter Druck gerieten, erwarte er auch diesmal einen ähnlichen Zulauf, sagte Thorben Albrecht, Landesvorsitzender des DGB, vorab.
Arbeitgeber und Teile der Politik versuchten, den Beschäftigten die Verantwortung für die aktuelle Krise zuzuschieben, kritisiert Albrecht. „Das ist eine Unverschämtheit – und gegen die wehren wir uns auch entschieden“, unterstrich er. „Die Menschen sind nicht faul, sie erleben im Gegenteil, dass sie um ihre Arbeitsplätze bangen müssen, dass alles immer teurer wird und politisch zu wenig getan wird, um gegenzusteuern.“
Bundesweit stehen die Aktionen zum Tag der Arbeit unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“. Hohe Dividenden auszuschütten, während zugleich Standorte geschlossen und Jobs abgebaut würden, sei ein No-Go, so Albrecht.
An vielen Orten können Teilnehmer ihre Forderungen direkt an hochrangige politische Vertreter sowie Abgeordnete aus Landes- und Kommunalpolitik richten. Bei der zentralen DGB-Kundgebung in Mülheim soll Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) sprechen und sich anschließend einer Diskussion stellen.
Als Vertreter der Bundesregierung haben sich Vize-Kanzler und Finanzminister Lars Klingbeil in Bergkamen sowie Arbeitsministerin Bärbel Bas (beide SPD) in Duisburg angekündigt. In Dortmund spricht der Bundesvorsitzende der Grünen Felix Banaszak, in Hagen der Chef des CDU-Arbeitnehmerflügels Dennis Radtke. So soll der Tag nicht nur laut werden – sondern auch Antworten einfordern.











