Aufsehen auf Norderney
Wal strandet vor Traditionscafé
20.07.2026 – 19:33 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein toter Wal treibt im Wasser. Auf Höhe eines bekannten Cafés interessieren sich Urlauber für das ungewöhnliche Fotomotiv. Doch die Polizei kommt, um den Kadaver zu entfernen.
Vor der deutschen Nordseeinsel Norderney ist ein Schweinswal gestrandet. Das bereits verendete Tier wurde Berichten zufolge am Montagmittag auf Höhe der bei Touristen beliebten „Milchbar“ angespült.
Zwei Beamte hätten versucht, den toten Wal wieder in die Nordsee zu ziehen, aber er sei immer wieder angespült worden, sagte eine Polizeisprecherin auf Norderney. „Wir haben Wellengang, der bringt das Jungtier wieder zurück“, erklärte sie.
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Für die Urlauber vor Ort ist der kleine Wal ein gefragtes Fotomotiv. Das Traditionscafé „Milchbar“ befindet sich am nordwestlichen Stadtrand von Norderney, das Gebäude steht teilweise unter Denkmalschutz, in den Sommermonaten finden hier unter anderem Open-Air-Konzerte statt. Das Café ist auch aufgrund seiner Lage ganz im Westen der Insel ein besonders bei Sonnenuntergang beliebter Ort.
Schweinswal vor Norderney: Teile des Kopfes fehlen
Der tote Schweinswal solle voraussichtlich in den nächsten Tagen von der Seehundstation Norddeich abtransportiert werden, meldete der NDR unter Berufung auf die Polizei. Der Kadaver sei gut einen Meter groß. Es sei davon auszugehen, dass das Tier bereits seit einiger Zeit tot sei, sagte die Polizeisprecherin. Dass Teile des Kopfes fehlen, würde darauf hinweisen.
Im Küstenbereich und an den ostfriesischen Inseln kommt es jedes Jahr vor, dass verendete Tiere am Strand gesichtet werden. Die mit Delfinen verwandten Schweinswale gehören zu den Zahnwalen. Sie sind die einzigen in deutschen Küstengewässern heimischen Wale. Die Tiere werden nur selten größer als 1,80 Meter.
Ihr Bestand in der Nordsee ist zuletzt deutlich zurückgegangen. Experten sprechen von einem besorgniserregenden Trend: Vor allem Lärm, Fischerei und andere menschliche Eingriffe setzen den Tieren zu.












