Phänomen im Juli und August
Welchen Einfluss haben die Hundstage auf das Sommerwetter?
Aktualisiert am 02.08.2025Lesedauer: 4 Min.
Die Hundstage zählen in Deutschland zu den heißesten Wochen des Jahres. Ihren Namen verdankt diese Periode einem bedeutenden Sternbild am Himmel.
Die sogenannten Hundstage prophezeien laut einer Bauernregel unter anderem einen langen Winter: „Hundstage heiß, Winter lange weiß.“ Bei der Bezeichnung denken viele zudem an die Hitze im Hochsommer, während derer sich Mensch und Hund oft im Schatten aufhalten – am liebsten, ohne sich zu regen. Doch der Ausdruck Hundstage hat einen anderen Ursprung.
Hundstage 2025
In diesem Jahr sind die Hundstage vom 23. Juli bis zum 23. August.
Ursprung der Hundstage
Die Schönwetterperiode zwischen dem 23. Juli und 23. August ist nach dem Sternbild Großer Hund (Canis Major) benannt. Es ist jedoch nicht sofort in vollem Umfang am Nachthimmel sichtbar.
Vom Erscheinen des ersten Hundssterns (Muliphein) bis zum letzten (Aludra) vergeht etwa ein Monat. Während dieses Zeitraums geht der hellste Stern im Sternbild Großer Hund, Sirius, mit der Sonne auf und unter – deshalb wird Sirius auch Hundsstern genannt.

Im alten Griechenland erfolgte die Zuordnung zum Kalender, denn dort war und ist von Mitte Juli bis Mitte August die heißeste Zeit des Jahres. Das astronomische Ereignis und das Erscheinen des Sternbilds werden auch als „heliakischer Aufgang“ bezeichnet, was etwa „mit der Sonne“ bedeutet.
Welchen Einfluss haben die Hundstage auf das Wetter?
Heutzutage werden die Hundstage mit Hitze in Verbindung gebracht. Dass das Erscheinen von Sirius mit hohen Temperaturen einhergeht, ist jedoch ein Zufall. Es ist nicht die Ursache für die meist heißeste Jahreszeit. Das Sternbild geht nur etwa in diesem Zeitraum gemeinsam mit der Sonne auf. Es handelt sich deshalb nicht um ein meteorologisches, sondern ein astronomisches Ereignis.
Im Laufe der Jahrhunderte hat sich der heliakische Aufgang des Sirius aufgrund von Eigenbewegung des Sternbildes und Richtungsänderung der Erdachse um einen Monat verschoben. Daher ist er mittlerweile in Deutschland frühestens ab dem 30. August zu sehen. Das Phänomen könnte also eher als Zeichen für das baldige Ende des Sommers oder des kommenden Herbstanfangs gesehen werden. Der Begriff Hundstage steht aber weiterhin für die heißesten Wochen des Jahres.
Gesundheitstipps für die Hundstage
Das sollten Menschen beachten:
- Hydration: Trinken Sie viel Wasser, um den Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen auszugleichen.
- Sonnenschutz: Verwenden Sie Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und tragen Sie schützende Kleidung sowie Hüte.
- Leichte Mahlzeiten: Essen Sie leichte und wasserreiche Speisen wie Salate und Früchte.
- Kühle Orte aufsuchen: Vermeiden Sie lange Aufenthalte in der direkten Sonne und suchen Sie klimatisierte Räume oder schattige Plätze auf.











