Konzern in der Krise
Nike kündigt Stellenabbau an
Aktualisiert am 02.10.2026 – 00:19 UhrLesedauer: 1 Min.
Nike kämpft sich seit mehr als einem Jahr aus einem weitgehend hausgemachten Tief. Jetzt soll noch härter gespart werden.
Nike verschärft seinen Sparkurs, um aus seiner teilweise hausgemachten Krise zu kommen. Ein Sanierungsprogramm soll über die kommenden Jahre Einsparungen von 2,5 Milliarden US-Dollar (rund 2,16 Milliarden Euro) bringen, kündigte der Sportartikel-Konzern bei der Vorlage von Quartalszahlen an. Zu den Maßnahmen wird auch Stellenabbau gehören, sagte Nike-Chef Elliott Hill in einer Telefonkonferenz mit Analysten.
Im vergangenen Quartal fiel der Umsatz im Jahresvergleich um vier Prozent auf 11,2 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn sank um zwei Prozent auf 712 Millionen Dollar. Die Verbraucher seien zurückhaltend bei ihren Ausgaben, sagte Hill.
Für das noch bis Ende Mai 2027 laufende Geschäftsjahr stellte Nike einen Umsatzrückgang im hohen einstelligen Prozentbereich in Aussicht. Die Aktie fiel im nachbörslichen US-Handel zeitweise um rund vier Prozent.
Hausgemachtes Tief
Der Adidas-Rivale sucht den Weg aus einem Tief, in das sich das Unternehmen selbst manövriert hatte. Der Konzern setzte in den vergangenen Jahren auf Kosten des Einzelhandels sehr stark auf den Direktvertrieb.
Vor allem im US-Markt konnten daher konkurrierende Marken Nike den Regalplatz in den Geschäften abnehmen – die Verkäufe litten darunter. Das Unternehmen bemüht sich nun um ein besseres Verhältnis zu seinen Einzelhandelspartnern.
Konzernchef Hill verordnete dem Adidas-Konkurrenten einen stärkeren Fokus auf Sportler, nachdem der Lifestyle-Anteil am Sortiment in den vergangenen Jahren gestiegen war.












