Erst 2018 gegründet
Solaranlagenbauer insolvent – Hunderte Jobs in Gefahr
01.10.2026 – 20:05 UhrLesedauer: 2 Min.
Seit 2018 hat EKD nach eigenen Angaben mehr als 45.000 Solaranlagen auf deutschen Dächern installiert. Nun kämpft die Leipziger Firma ums Überleben.
Der Leipziger Solaranlagenspezialist Energiekonzepte Deutschland (EKD) ist offenbar zahlungsunfähig. Nach Informationen des „Handelsblatt“ sollen für sieben Gesellschaften der Unternehmensgruppe entsprechende Anträge gestellt werden, voraussichtlich am Freitag oder spätestens am kommenden Montag. Zuerst berichtete das Lokal-Portal tauch-kompakt.de.
Eigentümer von EKD ist das Londoner Investmenthaus Pemberton. Dieses teilte dem „Handelsblatt“ mit, dass sein Investitionskomitee entschieden habe, „keine weiteren Finanzierungsmittel bereitzustellen“. Pemberton hatte EKD im Jahr 2025 übernommen, finanzielle Hilfen gewährt, eine neue Führungsmannschaft eingesetzt und ein Programm zur operativen Umstrukturierung gestartet. Diese Maßnahmen hätten „das Ruder jedoch nicht herumreißen“ können, so Pemberton laut „Handelsblatt“.
EKD insolvent – 340 Mitarbeiter betroffen
Als Grund für den Schritt nannte ein Sprecher einen „anhaltend starken Marktrückgang“, durch den das Geschäftsmodell von EKD nicht mehr tragfähig sei. Infolgedessen habe Pemberton beschlossen, die weitere Finanzierung zu stoppen – „im Einklang mit seiner Verpflichtung, die Renditen und das Kapital der Investoren zu schützen“.
EKD wurde 2018 gegründet und hat nach eigenen Angaben mehr als 45.000 Solaranlagen auf deutschen Hausdächern installiert. Das Unternehmen wollte vom damals boomenden Solarmarkt profitieren, ist auf 15 Standorte in Deutschland gewachsen und hat zuletzt rund 1.000 Solaranlagen pro Monat installiert.
Von der Insolvenz betroffen sind rund 340 Mitarbeiter. Die Belegschaft sei am Mittwoch über die finanzielle Schieflage unterrichtet worden, so das „Handelsblatt“. Dabei soll dem Personal auch mitgeteilt worden sein, dass die Zahlung der Gehälter vorerst über das Insolvenzgeld gesichert sei. Die Septembergehälter sollen demnach in den kommenden Tagen fließen. Der Geschäftsbetrieb soll vorerst in vollem Umfang weiterlaufen, heißt es. Das Unternehmen wollte sich bislang nicht öffentlich zu den Vorgängen äußern.











