Neben dem Entzug des Playoff-Finals wurden noch weitere Strafen gegen Southampton verhängt. In der neuen Zweitliga-Saison geht der Klub von der Ostküste Englands mit vier Minuspunkten an den Start. Außerdem wurde der Verein ermahnt, weil „jüngere Mitarbeiter unter Druck gesetzt wurden“. Damit ist der Praktikant gemeint, der die Spionage ausführte.
230 Millionen Euro stehen am Samstag auf dem Spiel
Southampton ging in die Berufung gegen das Urteil – weil dieses aus Klubsicht unverhältnismäßig sei. Schließlich geht es im Aufstiegsspiel am Samstag um circa 230 Millionen Euro. Die Höhe ergibt sich aus den hohen TV-Geldern sowie aus der „Fallschirm“-Regelung, dank der Premier-League-Absteiger eine Solidaritätszahlung erhalten. Southampton sei daher ein Spiel genommen worden, in dem es um extrem viel Geld ginge und welches für Spieler, Mitarbeiter und Fans eine enorme Bedeutung habe.
Die Berufung wurde vom Schiedsgericht am Mittwoch jedoch abgelehnt, weshalb die Strafen bestehen bleiben. Der Klub argumentierte unter anderem mit Videomaterial, dass sich die taktische Herangehensweise an das Halbfinal-Spiel bei Middlesbrough nicht geändert habe. Auch das Verhalten bei Standardsituationen hätte sich durch die Spionage nicht verändert.
Die unabhängige Disziplinarkomission erklärte aber: „Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass seitens des Beschuldigten (Southampton, Anm. d. Red.) ein ausgeklügelter und klarer Plan vorlag, um sich durch die gezielte Anwesenheit auf den Trainingsgeländen der Gegner einen Wettbewerbsvorteil in wirklich wichtigen Wettbewerben zu verschaffen, um taktische und Aufstellungsinformationen zu erhalten.“
Nun steht also fest: Middlesbrough darf trotz der sportlichen Halbfinal-Niederlage am Endspiel teilnehmen und misst sich am Samstag (16.30 Uhr) mit Hull City. Der Gewinner aus dem Spiel wird in die Premier League aufsteigen und viele Millionen kassieren.
Wie es beim FC Southampton weitergeht, ist indes noch unklar. Laut britischen Medien hat der 33-jährige Eckert, der unter anderem schon als Jugendtrainer bei RB Leipzig und dem FC Bayern arbeitete, bei dem ehemaligen Premier-League-Klub aufgrund der Geschehnisse trotz des sportlichen Erfolgs keine Zukunft mehr.











