Reaktion auf Anschlag in Leipzig
Deutschland schließt Russisches Haus in Berlin
Aktualisiert am 01.09.2026 – 18:10 UhrLesedauer: 2 Min.
Anfang August gab es einen Anschlagsversuch am Flughafen Leipzig/Halle. Die Bundesregierung sieht die Verantwortung in Russland – und reagiert.
Als Reaktion auf den Anschlagsversuch auf den Flughafen Leipzig/Halle Anfang August schließt die Bundesregierung das Russische Haus in Berlin. Zudem werde das russische Generalkonsulat in Bonn zum 18. September hin geschlossen, kündigte Außenminister Johann Wadephul am Dienstagnachmittag auf einer Pressekonferenz an. Das Russische Haus ist offiziell eine Kultureinrichtung des russischen Staates, gilt unter Sicherheitsexperten aber als Spionagezentrum.
Am Abend des 4. August war am Flughafen Leipzig/Halle eine Drohne mit Sprengstoff zwischen ukrainischen Frachtflugzeugen entdeckt worden. Später wurden zwei weitere Drohnen im Bereich des Flughafens entdeckt. Fehlerhafte Zünder sollen verhindert haben, dass es tatsächlich zu einer Explosion kam. Wadephul warf Russland am Dienstag vor, mit dem Anschlagsversuch das Verhältnis zwischen Deutschland und Russland „weiter massiv beschädigt“ zu haben.

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„Unsere Botschaft an Russlands Führung ist klar: Wir werden uns durch Russlands Angriffe nicht in unserem gesellschaftlichen Zusammenhalt spalten oder einschüchtern lassen“, sagte der Außenminister. Die Bundesregierung werde in der Europäischen Union zudem neue Sanktionen gegen Personen aus Russland vorschlagen und den Druck auf die sogenannte russische Schattenflotte erhöhen.
Des Weiteren würden die Einreisekontrollen für russische Staatsangehörige verschärft und der russische Botschafter einbestellt, erklärte Wadephul. Die Einbestellung des Botschafters finde zur Stunde statt. Der Vorfall in Leipzig zeige, wie notwendig ein entschlossenes Vorgehen sei. Die Bundesregierung werde daher ihre zivile und militärische Unterstützung für die Ukraine sowie die Stärkung der eigenen Verteidigungsfähigkeit fortsetzen. Man stimme sich dabei eng mit den Partnern in der Nato und der EU ab.











